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Mit meinen 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern bin ich in die Endrunde der My Moleskine 2.0 Competition gekommen. Jetzt muss ich ein Moleskine mit meinen Ideen präparieren und zur Endrunde nach Hong Kong schicken. Da die Ideen offensichtlich nicht so abwegig sind, möchte ich sie hier nach und nach im Detail vorstellen.

Heute: Regel 2 – Datum neben Themenkasten

Das Datum ist sehr wichtig, was man aber erst nach Wochen merkt, wenn man zurückblättert oder gar in alten Notizbüchern blättert. Zum einen wird so eine Chronologie hergestellt, zum anderen erhält man etwa bei Tagebucheinträgen (wenn man sie denn in einem Notizbuch einträgt) den Datumsbezug. Meine Daumenregel heißt:

Ein Notizbuch ist immer auch ein Tagebuch, auch wenn man gar nicht möchte, dass es eines ist.

Wenn man in alten Büchern blättert und etwa Aufgabenlisten aus der Vergangenheit anschaut, stellt der Datumsbezug immer auch eine Verknüpfung zur damaligen Lebenssituation her. Über was hat man damals nachgedacht? Was stand damals an? Wo war man unterwegs? Was hat man gelesen? Welche Ideen stammen aus welcher Zeit? Ein Notizbuch ist immer auch ein Tagebuch und selbst belanglose Einträge erfahren durch ein Datum eine Konkretisierung, die sofort die Vergangenheit heraufbeschwört.
Hier ein Foto der Regel im Moleskine, das ich zum Wettbewerb geschickt habe:

Regel 2 - Notizbuchregeln

In bestimmten Fällen macht es auch Sinn zusätzlich zum Datum noch den Ort anzugeben, z.B. wenn man Einträge im Urlaub oder während einer Reise verfasst. Damit wird der Eintrag in einen zeitlichen und räumlichen Kontext gesetzt.

Bisher erschienen:

Notizbuchregel 1 – Ein Themenkasten pro Seite

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Bei moleskinerie.com bin ich über dieses schöne Kunstwerk von gapingvoid gestoßen:

Das Werk heißt Moleskine 42. Der Künstler wirbt mit dem Slogan „cartoons drawn on the back of business cards“, zeichnet aber auch auf Moleskine Notizbücher, wie etwa hier:

In seinem Moleskine Art Archive finden sich noch weitere interessante Entwürfe. Alle Werke stehen wohl auch zum Verkauf, ich konnte aber nirgends Preise ausmachen.

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Vor einiger Zeit bin ich über fieldnotesbrand.com gestolpert, das Blog zu den kleinen „Field Notes“ Notizbüchern. „48 Seiten“-Notizbücher? Kann das was taugen? Ein Blick in den minimalistischen Shop zeigte einen Preis von 9.95 $ für einen Dreierpack. Trotz der Versandkosten von 11 $ konnte ich nicht widerstehen und bestellte. Vor ein paar Tagen kam dann ein kleines Päckchen mit folgendem Inhalt:

Field Notes Päckchen

Die drei Büchlein mit einer weißen Banderole zusammengehalten, ein schwarzer (BIC) Field Notes Kugelschreiber, ein Field Notes Gummiband und eine Art Aufkleber. Bei der Bestellung bzw. im Shop war angegeben, dass es was dazu gibt: „bonus goodies included with your order“, aber ich war doch positiv überrascht. Das kleine Päckchen und die Bücher machen einen konsistenten Eindruck, alleine schon durch das eingängige Aussehen. Gleich auf der Verpackung ist von Hand aufgestempelt:

Tell us how you use your FIELD NOTES.
Please accompany all submissions with a scan or photo of your page, along with a brief description to:
pages@fieldnotesbrand.com

Das macht einen sehr liebenswürdigen Eindruck, wenn so ein Stempel etwas schief und sympthisch aufgedrückt ist … Die Notizbücher selbst haben einen kartonartigen Einband, das Papier ist aber weiß. Das Ganze ist zusammengeheftet, es gibt folglich kein Kapitelbändchen und auch kein Lesebändchen. Eine Seitennummerierung ist für die 48 Seiten nicht notwendig. Die abgerundeten Ecken lassen das Buch nicht wie selbstgemacht aussehen.

Das kleine Buch ruft förmlich danach, dass man es sofort mit Inhalten füllt: es sieht einfach unglaublich praktikabel und einsatzbereit aus. Es macht einen sympathischen Eindruck, sofern man das von einem Notizbuch behaupten kann. Gerade wegen seiner Einfachheit werden die Besonderheiten des Buches auf der letzten Seite unter der Überschrift „Specifications“ aufgezählt, dazu gibt es eine kurze Geschichte des Buches und eine Liste von Einsatzmöglichkeiten. Das Buch wird „proudly“ in den USA hergestellt. Vorne kann man allgemeine Daten des Besitzers eintragen sowie Informationen zum Zeitraum und zum Ort, zu denen die Aufzeichnungen stattfanden. Die erste Seite sieht also so aus:

Field Notes Vorderseite

Die letzte Seite betsicht durch folgende Inhalte:

Field Notes Rückseite

Während ein Moleskine Notizbuch Marketing mit seiner Geschichte macht, macht das Field Notes Notizbuch Marketing durch sich selbst. Die Bücher sind nicht edel, aber chic. Sie sind nicht mit vielen Seiten gebunden, sondern zweckmäßig geheftet. Anmutung und Haptik entsprechen vollkommen dem spontanen Charakter der Nutzung:

„I’m not writing it down to remember it later, I’m writing it down to remember it now“

Gäbe es dieses Buch in Deutschland regulär zu kaufen, es wäre in kurzer Zeit der Renner in der Hip-Szene.

[UPDATE] – gerade wollte ich die Verpackung wegwerfen, da finde ich eingeklemmt in eine Ecke zusätzlich noch einen Bleistift (helles Holz, grüner Radiergummi).

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Kategorie: Field Notes  Tags: , , ,

Bei vondir.de bin ich über das Notizbuch „Tulpe“ von filzwerkstatt gestolpert:

Notizbuch Tulpe von filzwerkstatt bei vondir.de

Notizbuch Tulpe – Umschlag handgefilzt aus Merinowolle in weißt mit gelber Tulpe und Seidenfasern. Innen ein Notizblock mit festem Einband, kariert, auswechselbar
Höhe ca. 24cm, Breite ca. 16cm

Mit dem grünen Band auf dem Bild kann man das Notizbuch zubinden …

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Kategorie: Fundstücke  Tags: , ,

Bis vor wenigen Tagen hatte ich noch nie etwas vom „Hipster PDA“ gehört, aber der Artikel Introducing the Hipster PDA war sehr aufschlussreich:

“The HipsterPDA” is our fancy name for a stack of index cards and a binder clip. It’s a tool for ubiquitous capture that we love. Be sure to check out the original post that started it all: “Introducing the Hipster PDA”.

Ein ausführlicher Aritkel dazu in der englischen Wikipedia Ausgabe: Hipster PDA (englisch). Ein Hipster PDA ist also ein Stapel Karteikarten, die durch einen Clip zusammengehalten werden. Bedingung, dass man dieses Konstrukt „Hipster PDA“ nennen darf: es muss handgemacht sein. In einem Artikel von 2005 (!) – die Idee ist also schon alt – gibt es eine nette Abwandlung bezüglich des Clips.

Mehr zum Thema im Artikel “The HipsterPDA” bei 43folders.com.

Danke an dieser Stelle an @blackspear für den Tipp zum „Hipster PDA“ .

Wer sich über verschiedene Ausprägungen des Hipster PDA informieren möchte, sollte die Google Bildersuche ausprobieren:

Hipster PDA bei Google Bildersuche

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Kategorie: DIY  Tags: ,

Nachdem das @notizbuchblog bei Twitter erreichbar ist, freue ich mich über einige Aufmerksamkeit. Die wurde mir jetzt auch bestätigt, als ich mir tweetreach.com angeschaut habe:

Tweetreach Notizbuchblog

Die Tweets des @notizbuchblog erreichen somit mehr als 6500 Leser! Folgen Sie mir und lesen Sie die Notizen zur Welt der Notizbücher mit.

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Kategorie: Allgemein  Tags: ,

Mit meinen 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern bin ich in die Endrunde der My Moleskine 2.0 Competition gekommen. Jetzt muss ich ein Moleskine mit meinen Ideen präparieren und zur Endrunde nach Hong Kong schicken. Da die Ideen offensichtlich nicht so abwegig sind, möchte ich sie hier nach und nach im Detail vorstellen.

Heute: Regel 1 – Themenkasten links oben

In der linken oberen Ecke sollten immer ein oder zwei Stichworte als Schlüsselworte stehen, die durch einen Kasten eingerahmt sind. Das hilft beim späteren Durchblättern und schnellen Auffinden von Einträgen. Es mag manchem etwas zu formal und eintönig anmuten, ist es aber ganz und gar nicht. Das Buch bekommt dadurch eine schöne Durchgängigkeit und ist wesentlich produktiver nutzbar, da die Stichworte immer ab an der gleichen Stelle und in der gleichen Form stehen.
Der Themenkasten enthält das Thema der Seite in einem prägnanten Begriff oder in wenigen Stichworten, kann aber auch bei einer losen Sammlung von Aufgaben “Notizen” heißen oder ähnliches. Hier eine Liste möglicher Inhalte als Beispiele:

  • „Aufgaben“ – eine Seite zum losen Listen und Strukturieren von Aufgaben im Sinne von Getting Things Done (GTD)
  • „Ein Tag am Meer“ – Für klassische Tagebucheinträge nutze ich immer einen Satz oder ein Satzfragement. Dadurch wird gleich der Anspruch auf Prosa hervorgehoben im Gegensatz zum Notizencharakter der anderen Einträge
  • „Bank: Infogespräch“ – „Bank:“ ist hier eine Kategorie. Das Thema Kategorien hat eine eigene Regel und wird später vorgestellt. Über dieses Schema lassen sich z.B. auch Vereinssitzungen und ähnliches protokollieren, etwa durch „Fußball: Vereinssitzung“ oder „Fußball: Vorstandswahlen“ etc.
  • „Buch“ oder „Bücher“ – das kommt bei mir in die Infobox, wenn ich über ein interessantes Buch stolpere und mir dazu Notizen mache. Dazu brauche ich meist eine Seite, so dass sich ein Themenkasten lohnt
  • „Idee: ein Blog zum Thema Notizbuch“ – „Idee:“ ist wieder eine Kategorie. Ich benutze diese Einträge, um ein schnelles Brainstorming zu einer spontanen Idee festzuhalten.

Wenn sich ein Thema über mehrere Seiten erstreckt, bekommt bei mir trotzdem jede Seite einen Themenkasten mit dem gleichen Inhalt. Das hilft beim späteren Durchblättern und Gruppieren. Wenn man dann auf „Seite 5“ eines Eintrages einspringt, weiß man gleich, um was es geht, und muss nicht bis zum letzten Themenkasten zurückblättern. Hier ein paar Beispiele aus meinem aktuellen Notizbuch im Bild:

Foto Notizbuchregel 1

Ich bitte die verschwommene Aufnahme zu entschuldigen. Das nächste Mal mache ich die Bilder bei Tageslicht.
In einer kompletten Seite sieht das dann so aus:
Foto Notizbuch
Regel 2 folgt dann also in den nächsten Tagen …

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Kategorie: Tipps  Tags: , ,

Alexandra de Lapierre hat einen wunderschönen Artikel Mon Moleskine (auf Französisch geschrieben), in dem sie ihr Moleskine Notizbuch vorstellt. Das Buch wurde bei simplymoleskine.com zum Moleskine des Monats Mai 20009 gewählt.

Mon Moleskine - Alexandra de Lapierre
© J’ai flâné pour vous, Alexandra de Lapierre

Dazu hat sie schöne Collagen in Rahmen konstruiert:

Mon Moleskine
© J’ai flâné pour vous, Alexandra de Lapierre

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Kategorie: Kunst  Tags: , ,

Bei Stilsucht bin ich über die Geek Books von Erinzam aka Erin Zamrzla. In How to make your own button & string closure erklärt die Designerin und Buchbinderin, wie man sich die Verschlussknöpfe selber basteln kann. Ansonsten ist ihr Blog eine Fundgrube zu Themen rund um das Buchbinden und selbstgebastelte Bücher.

Geek Book

Die Bücher sind aus grünem Endlos-Computerpapier gemacht, das ihr Freund Peter entdeckt hat. Sie versteht die Büchlein als Ode in Noitzbuchform an die Computerliebhaber. Der Verschluss ist mit einem Knopf versehen, den man mit einem Stück Papier zubinden kann.

I created these little books from real, vintage computer punch cards and green bar computer paper. This is an ode to the computer lover in notebook form. They’re actually great for non-computer lovers too, since they tuck nicely away into a pocket for jotting notes on the go. They are entirely handmade, from the hand cut pages to the custom button and string closure

Zu erwerben sind die Bücher im erinzam Shop bei etsy.com.

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Ab heute finden sich die Infos des Notizbuchblog auch bei Twitter: http://twitter.com/notizbuchblog. Folgen Sie mir!

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