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Bei der karrierebibel fand ich den Link zur schönen Infografik 29 Ways to Stay Creative (Infographic). Den typischen Notitbuchbenutzer wundern die ersten vier Punkte nicht:

  1. Erstelle Listen
  2. Trage immer ein Notizbuch bei dir
  3. Versuche, frei zu schreiben
  4. Bleib weg vom Computer

Der Rest der Infografik ist eine schöne Inspirationsquelle.

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Eine ungewöhnliche Sichtweise auf das Notieren habe ich in Do You Have the Compulsion to Take Notes? gefunden: Notieren als Zwangsneurose. Die Autorin fragt sich, ob ihr „Drang“ zu notieren zwanghafte Züge hat. Sie schreibt sehr viel nieder und das in loser Form:

[…] I don’t have to push myself to take notes… I have to stop myself from taking too many notes. I use a very loose method of organization. For my major topics, such as “happiness” or “Churchill,” I keep a single, giant, dedicated document. I add all relevant notes there, along with subject tags so that I can find the note later. I also have a document called “Notes” where I keep notes that don’t belong in any particular place. […]

Wirklich strukturiert will sie ihre Notizen nicht, denn sie fürchtet, das könnte ihre Kreativität behindern.

Wie seht ihr das? Müsst ihr euch dazu zwingen, was zu notieren, oder müsst ihr euch eher dazu zwingen, nicht zu viel zu notieren? Ich kann für mich sagen, dass es weder-noch ist: ich notieren, wenn ich es für nötig halte und sonst nicht. Manchmal denke ich, dass ich was notieren sollte, damit ich es nicht vergesse (einen Gedanken, eine Idee, etc.), aber dann ist oft keine Gelegenheit zum Notieren und ich versuche das dann später nachzuholen. Zwang kann ich bei mir keinen erkennen.

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In “Reading isn’t only a matter of our brains; it’s something that we do with our bodies.” fand ich dieses interessante Zitat:

[…] New research continues to emphasize the importance of mind wandering for learning. It turns out that not paying attention is one of the best ways of discovering new ideas. Reading books, whether silently or aloud, remains one of the most efficient means of enabling such errant thinking. As our bodies rest, our minds begin to work in a different way… How can one know where reading books ends and dreaming in books begins? […]

Es stammt aus dem Buch Book Was There: Reading in Electronic Times (Werbelink). Das Buch ist ein Plädoyer für das analoge Lesen, geschrieben von jemandem, der mit der digitalen Welt groß wurde. Der Autor Andrew Piper hat im Magazin Slate den Artikel Out of Touch – E-reading isn’t reading. veröffentlicht und der Titel sagt alles: Digital lesen ist kein richtiges Lesen, weil die Haptik fehlt:

[…] Reading isn’t only a matter of our brains; it’s something that we do with our bodies. Reading is an integral part of our lived experience, our sense of being in the world, even if at times this can mean feeling intensely apart from it. […] To think about the future of reading means, then, to think about the long history of how touch has shaped reading and, by extension, our sense of ourselves while we read. […]

Der Artikel ist eine interessante Lektüre. E-Reader haben eine Zukunft. Das Analoge sicher auch.

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Bei Gizmodo fragt der Autor Is Handwriting dead? nachdem er den Artikel Why handwriting matters im Guardian gelesen hatte. Der Autor ist Philip Hensher, der das Buch Missing Ink – The Lost Art of Handwriting, and Why it Still Matters (Werbelink) geschrieben hat. Zum Artikel, der ein Extrakt des Buches ist, heißt es:

[…] Does handwriting have a value that email and texting can’t replace? In this extract from his new book, The Missing Ink, Philip Hensher laments the slow death of the written word, and explains how putting pen to paper can still occupy a special place in our lives […]

Er war über sich selbst erschrocken als er feststellte, dass er noch nie die Handschrift seines Freundes gesehen hatte, aber schon viel auf digitalem Wege mit ihm kommuniziert hatte. Er bedauert diese Entwicklung sehr:

[…] At some point in recent years, it has stopped being a necessary and inevitable intermediary between people – a means by which individuals communicate with each other, putting a little bit of their personality into the form of their message as they press the ink-bearing point on to the paper. It has started to become just one of many options, and often an unattractive, elaborate one. […]

Er beschreibt dann die Entwicklung der persönlichen Handschrift als ein Vorgang der Selbstfindung. Er schreibt dann so schöne Sätze wie

[…] These attempts to modify ourselves through our handwriting become a part of who we are. […]

oder

[…] Our rituals and sensory engagement with the pen bind us to it. The other ways in which we write nowadays don’t bind us in the same way. […]

Er schreibt über die verschwindende Handschrift und die volkswirtschaftlichen Kosten, die schlechte handschriftliche Fähigkeiten der Wirtschaft bereitet. Sein Schlussfolgerungen lassen hoffen:

[…] I’ve come to the conclusion that handwriting is good for us. It involves us in a relationship with the written word that is sensuous, immediate and individual. It opens our personality out to the world, and gives us a means of reading other people. It gives pleasure when you communicate with it. […]

Er möchte klar machen, dass Handschrift etwas Schönes ist. Sie trägt zur Entschleunigung bei, die wir sonst beim Essen und in Yoga-Kursen zelebrieren. Und dann macht er sechs Vorschläge, Handschrift wieder im Alltag zu verankern. Und um zu verdeutlichen, wieviel Persönlichkeit von einem Menschen in seiner Handschrift steckt, erzählt er eine Geschichte. Sie handelt von einer seiner Studentinnen, die plötzlich starb. Vorher hatte sie an einem Kurs teilgenommen, in dem sie ein Notizbuch voll mit handschriftlichen Notizen hinterlassen hatte. Als sie tot ist, nimmt er das Notizbuch und liest darin:

[…] After I heard that she had died, I went down to the cellar where these things are stored and extracted her writer’s notebook from the archive. It was just full of her. You could see where her pen had moved across the page, only months before; you could see her good creative days and the days where nothing much had come; […] I only taught her, but I was moved by it, and felt a connection with the poor girl, […]

Handschrift ist in meinen Augen eine sehr wichtige Kulturtechnik. Wir dürfen sie nicht verlernen. Habt ihr Sorge, dass die Handschrift ausstirbt? Vielleicht nicht jetzt, aber in 20 oder 50 Jahren?

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Die iPad App „Zite“ ist für mich immer wieder eine tolle Fungrube für interessante Links. So auch für diesen. In Note taking in a clickable age fand ich den Hinweis auf ein Symposium, das das Radcliffe Instutute for Advanced Studies veranstaltet hat. Auf der Homepage heißt es:

[…] „Take Note“ brings together scholars from literature, history, media studies, information science, and computer science to explore the past and future roles of note-taking across the university. Panelists will discuss the history of note-taking in different disciplines as well as the potential of emerging digital annotation tools. […]

Wenn ihr 90 Minuten Zeit habt, könnt ihr euch die Vorträge in einem YouTube Video anschauen. Ihr erfahrt etwas über „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Notierens“. Eine Zusammenfassung findet ihr auf der Homepage der Harvard University. Bei YouTube gibt es auch noch ein zweites Video zur Konferenz (30 min): Welcome Remarks and Presentation of „Take Note“ Virtual Exhibition || Radcliffe Institute.
Wie man auch beim Lexikaliker lesen kann, hat die Take Note Reihe eine eigene Homepage inkl. Einsicht in alte Handschriften und einer interaktiven Ausstellung.

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(via swiss miss). Hannah Brencher wird euch gefallen. Sie begann eines Tages Briefe an Unbekannte zu schreiben, nachdem sie einen entsprechenden Aufruf in ihrem Blog gestartet hatte, wer einen Brief wolle, möge sich melden. Wir reden hier von analogen Briefen, geschrieben mit Stift und Papier, nicht von digitalen Nachrichten. Und weil sie den Eindruck gewann, dass die Welt mehr analoge Briefe braucht, startete sie die Initiative The world needs more love letters.

Ihre leidenschaftliche Mission könnt ihr auf der Webseite nachlesen oder ihr schaut euch das Video Love Letters to Strangers an, das bei einer TED Konferenz aufgezeichnet wurde.

Wann habt ihr euren letzten analogen Brief oder gar Liebesbrief geschrieben? Freue mich auf eure Kommentare.

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Bei felt&wire las ich über Writing Fonts. In Digitaler Zeichensatz der eigenen Handschrift hatte ich das Thema „digitale Handschrift“ schon einmal behandelt. Es ist fast ein Widerspruch, eine Handschrift mit dem Adjektiv digital zu beschreiben. Letzten Endes will auch Writing Fonts aus eurer Handschrift einen digitalen Zeichensatz erstellen, den ihr dann in einem Editor nutzen könnt.
Wer Bedarf hat, kann sich auch einige Zeichensätze kostenlos herunterladen. Wie sich ein entsprechender Zeichensatz anfühlt, könnt ihr gleich online ausprobieren. Und ein paar Tipps zur Handschrift findet ihr auch auf der Seite.

Hat schon mal jemand von euch so einen Dienst ausprobiert?

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Via @brainpicker fand ich den Link auf Archive of Handwritten Recipes (1600 – 1960) Will Teach You How to Stew a Calf’s Head and More, in dem über ein Online Archiv berichtet wird, in dem ihr eine Vielzahl alter Rezepte findet. Der eigentliche Sinn der Seite DIY History ist aber die Transkription (Wikipedia) alter Handschriften in digital lesbare Formate mit Hilfe der Internetgemeinde. Über das Projekt:

[…] DIY History lets you do it yourself to help make historic artifacts easier to use. Our digital library holds hundreds of thousands of items — much more than library staff could ever catalog alone, so we’re appealing to the public to help out by attaching text in the form of transcriptions, tags, and comments. Through „crowdsourcing,“ or engaging volunteers to contribute effort toward large-scale goals, these mass quantities of digitized artifacts become searchable […]

Neben alten Kochbüchern könnt ihr auch Tagebücher transkribieren. Wenn euch alte Bücher und Handschriften interessieren, ist DIY Historie auf jeden Fall einen Blick wert.

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Nach dem Lesen von Science notebooks: Archive or learning tool? erinnerte mich an einige Dinge aus meiner Schulzeit, die ich längst vergessen hatte. Im Artikel schreibt der Autor darüber, was es bringt, Notizbücher im Unterricht oder generell beim Lernen zu nutzen. Im Artikel gibt es u.a. diese Erkenntnis:

[…] Giving students choices in what to include and how to organize it may give them more ownership in the process. […] I remember a high school teacher who required us to put the notes in one section, the lab reports in another, and the returned quizzes at the end. This may have been her way to organize her own notes, but it didn’t make sense to me—I preferred having all of the resources for a particular topic in one place. […]

Ich erinnere mich noch, dass ich während meiner Schulzeit zwar keine Notizbücher genutzt habe, aber diese dicken Kalender in Buchform mit schwarzem Einband, wo jeder Tag eine Seite füllt. Darin hielt ich neben Hausaufgaben auch Geburtstage fest, schrieb witzige Sprüche und Erlebnisse hinein, notierte mir Ereignisse, an die ich mich erinnern wollte. Dabei ist eine Art Tagebuch entstanden, allerdings ein stichwortartiges, keines in Prosa.
Ich erinnere mich auch noch an ein paar Tipps, die uns ein Lehrer gegeben hat, wie man „sauber“ sein Heft führt. Viele seiner Tipps kann man auch in Notizbüchern anwenden. Am praktischsten fand ich den Tipp, mit einem Lineal und einem dicken schwarzen Stift einen Rahmen um Bilder zu ziehen, die man ausgeschnitten und ins Heft eingeklebt hat. Mit diesem Verfahren konnte man ungerade Schnittkanten schön glätten. Brauch ich heute zwar nicht mehr, habe ich mir aber gut gemerkt.

Habt ihr auch Erlebnisse aus eurer Vergangenheit, vielleicht auch aus der Schulzeit, die euer analoges Arbeiten betreffen und an die ihr euch heute noch erinnert?

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Bereits letztes Jahr gab es im Guardian den Artikel Why creative writing is better with a pen. Darin schreibt der Autor über den Unterschied zwischen digitalem und analogem Schreiben. U.a. sei es für viele Schriftsteller üblich, dass sie ihre Texte zuerst handschriftlich niederschreiben, bevor sie dann in eine Reinform gebracht werden. Das kann man auch im Artikel Featured Writer: Damon Young bei Exaclair nachlesen. Am Ende des Textes wird er leidenschaftlich und man merkt, dass das handschriftliche analoge Schreiben für ihn mehr ist als nur eine nicht-digitale Form Gedanken zu erfassen:

[…] For me, writing longhand is an utterly personal task where the outer world is closed off, just my thoughts and the movement of my hand across the page to keep me company. The whole process keeps me in touch with the craft of writing. It’s a deep-felt, uninterrupted connection between thought and language which technology seems to short circuit once I begin to use it. […]

Zum Schluss stellt er die rhethorische Frage, ob er als analog Schreibender zu einer aussterbenden Spezies gehört. Ich glaube, so lange es noch so viele Leser des Notizbuchblogs gibt und so viele Notizbücher verkauft werden, solange müssen wir uns darüber keine Sorgen machen.

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