Archiv für » Februar, 2014 «

Leser Robert schickte mir den Hinweis auf ein tolles Beispiel für Bleistiftkunst. Die organischen Gebilde sehen sehr stachelig aus, sind aber höchst interessante Skulpturen aus Bleistiften. Die Beispiele findet man mehrfach im Netz und das besondere ist die Parabel, die es am Ende der Bilder gibt. Auf Deutsch geht sie in etwa so:

Ein Bleistiftmacher lehrte den Bleistift fünf wichtige Dinge bevor er ihn in seine Schachtel steckte;

  1. Alles, was du tust, wird Spuren hinterlassen
  2. Fehler, die du begehst, können immer korrigiert werden
  3. Das Wichtige ist in dir drin
  4. Das Leben besteht aus stetigem schmerzhaften Anspitzen/Schärfen, aber das wird dich nur besser machen
  5. Um der beste aller Bleistifte zu sein, musst du dir selbst erlauben, von der Hand geführt zu werden, die dich hält.

So könnt ihr vom Bleistift vielleicht noch was für euer Leben mitnehmen. Wie gesagt, es gibt diese Parabel mehrfach in Englisch im Netz und zu jedem Artikel gibt es auch tolle Fotos der Bleistiftobjekte. Ein Beispiel findet ihr bei Simply Beautiful and Healthy Living.

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Leser Jens schickte mir den Link auf halaby.aero. Er schrieb mir, dass ein Freund von ihm eine neue Reihe von Notizheften auf den Markt gebracht hat. Ein Blick auf die Homepage verrät, dass sich die ansprechend gestalteten Hefte speziell an Piloten, Entdecker und Reisende richten:

[…] FLIGHTBOOK is our first offering; this 3.5in/9cm by 5.5in/14cm – and weighs 1oz/28g – graph paper notebook contains thorough and accurate information on major, modern commercial jet aircraft, nationalities of airlines, the international/military alphabet as well as conversions from metric to English/imperial. It’s perfect for taking notes in meetings, jotting down thoughts and musings and fits in breast pockets, handbags and carry-ons. The notebook represents and expresses an attitude of confidence and an international outlook. The inspiration for FLIGHTBOOK comes from the 1956 edition of “The Observer’s Book of Aircraft” – a clear, concise book that was published as international commercial jet travel was developing […]

Das Flightbook kostet knapp 11 USD und Laut Leser Jens gibt es auch einen Versand nach Deutschland.

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Über die Kooperation von Evernote und Whitelines hat Christian hier schon ausführlich berichtet. Bei Herbert Hertramph – seines Zeichens der Autor des Blogs „Evernote für Pfiffige“ – bin ich über eine weitere Kooperation in diesem Stile gestolpert. Dieses Mal kooperieren sogar drei Unternehmen – Leuchtturm 1917, Whitelines und Evernote – miteinander, um eine problemlose Verbindung von Papiernotizen und elektronischer Speicherung zu ermöglichen. Wie es zu dieser Kooperation kam, erläutert Dan Brown im folgenden Video.

Und natürlich gibt es das inzwischen fast schon obligatorische Erklärbär-Video im Sketch-Stil auch noch oben drauf.

Auch wenn ich selbst bereits seit Monaten zufriedener und sehr aktiver Nutzer des Evernote-Moleskine-Notizbuchs bin, finde ich das System und die Idee verlockend. Durch die Eckmarkierung spielt die Ausrichtung der Zeichnungen oder die Positionierung der Worte auf dem Blatt keine Rolle und die Scans sollten – zumindest theoretisch – immer gut gelingen.

Nutzt einer von Euch die Evernote-Notizbücher von Leuchtturm und die Whitelines App? Dann freuen wir uns über Eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren, ich bin gespannt.

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Bei Coolhunting findet ihr eine tolle Liste mit Kalendern für 2014. Außerdem werden Bezugsquellen und Preise genannt. Wenn ihr noch auf der Suche nach einem ausgefallenen und ansprechenden Wandkalender seid, solltet ihr einen Blick auf die Seite werfen.

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Kategorie: Kalender  Tags: , ,

Der Gewinner des papragout Notizbuchs steht fest: Miri. Glückwunsch an die Gewinnerin! Ich möchte jetzt auch nach und nach die vielen Notizbücher und Kalender verlosen, die ich seit Anfang Dezember hier liegen lassen. Bleibt also dran.


© mit freundlicher Genehmigung, papragout

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Kategorie: papragout  Tags: ,

Notizblöcke gibt es ja nun wirklich viele und auch wenn sich die verschiedenen Modelle in Papierstärke, Gestaltung und vielen weiteren Details unterscheiden, bleibt der Wow-Effekt in der Regel doch aus. Nicht so bei unserem heutigen Fundstück von Apree, das wir bei den Kollegen von Design-Milk gefunden haben. Hier handelt es sich um einen Notizblock in Holzoptik. Der Clou: Es ist eigentlich kein Block, denn die einzelnen Blätter sind einer Ummantelung mit Holzprägung untergebracht und können einzeln heraus geschoben werden.

Da jedes Blatt beidseitig mit Holzmuster und einer gewissen Struktur versehen ist, wirkt die Holzoptik laut Design Milk sehr realistisch. Mich würde interessieren, wie das Schreibgefühl auf den Blättern ist und wie sich der Druck beispielsweise auf Tinte und Füller auswirkt. Davon abgesehen könnte dieser Notizblock zum Highlight vieler Büros und Schreibtische werden, oder?

Memo_Pad_That_Looks_Like_a_Block_of_Wood_-_Design_Milk

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Das Notizbuchblog hat schon einige Autoren, aber es gibt immer deutlich mehr zu berichten über Notizbücher und die Welt drumherum als wir alle Zeit haben, um darüber zu schreiben. Umso mehr freue ich mich, dass uns in Zukunft jemand beim Bloggen unterstützt, der ein richtiger Profiblogger ist und Notizbuchenthusiast noch dazu: Christian Müller. Die Vorstellung möchte ich ihm überlassen und wünsche ihm und uns viel Spaß im Blog. Herzlich Willkommen, Christian!

Hallo liebe Leser und Leserinnen des Notizbuchblogs,

als langjähriger Leser, Papier- und Technikfan freue ich mich sehr, Christian ab heute auf dem Notizbuchblog unterstützen zu dürfen. Gestattet mir einige Wort zu mir: Christian Müller, ursprünglich studierter Sozialpädagoge, heute freiberuflicher Kommunikationsberater, Blogger, Autor, mobile Videograf und Coach. Einige kennen mich vielleicht von der Karrierebibel, der Seite von Jochen Mai, für die ich seit Jahren als freier Autor schreibe, oder von meiner eigenen Seite, sozial-pr, auf der ich mich mit der Kommunikation in und um die Social Media befasse. Auch mein Sozialgespräch-Podcast und meine Gehdanken-Video-Reihe auf Youtube könnten ein Begriff sein.

So, genug der Eigenwerbung, jetzt noch die Antwort auf die vielleicht drängende Frage: Was qualifiziert mich denn, hier mitzuschreiben? Bloggen kann ich inzwischen recht gut und da ich zwar Technik affin bin, gleichzeitig jedoch auch leidenschaftlich gerne von Hand schreibe und Notizbücher liebe, ist die Mitarbeit hier im Notizbuchblog eine echte Ehre. Dazu kommt, das Christian (Mähler) hier einfach mit Leidenschaft und Begeisterung schreibt – zwei Eigenschaften, die ich absolut schätze und die mich ebenfalls begeistern.

In den kommenden Tagen werden die ersten Artikel von mir hier erscheinen. Daher meine Bitte an Euch alle: Kommentiert diese bitte und gebt mir Feedback zu Stil und Inhalt. Das Notizbuchblog und seine Leserschaft sind für mich als Autor neu und ich bin dankbar für jeden Impuls, mit dem ich meine Artikel für Euch noch besser machen und gestalten kann. In diesem Sinne auf frohes schreiben und lesen,

Christian

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Kategorie: Allgemein  Tags:

Mal wieder ein tolles Kickstarter Projekt, das ich euch nicht vorenthalten will und das nur noch wenige Stunden Backer erlaubt: Flag – the app that prints and mails your photos for free.

[…] Sharing photos online is great, but you can’t hang an iPad on a wall, you can’t look at two photos at once on a phone, and sometimes it’s nice to turn your screens off. […] Select 20 photos from your camera, Facebook, Instagram or favorite social network and tap ‘Print’. Flag will print and mail your pictures to you, or someone you love, free. No shipping, no handling, no BS. […] Flag prints your photos using museum quality (Giclée) printers, on German 220 gram photo paper from sustainable sources, laminated for long-life and durability. We intend to make them the best prints you’ve seen. […] An ad on the back of each photo allows us to deliver prints for free. Don’t like ads? Blank prints can be ordered for a small fee. Ads will always be tasteful and we will encourage advertisers to make them inspiring. […]

Finanziert werden die kostenlose Produktion und der Versand also durch einen Werbedruck auf der Rückseite der Fotos. Gegen Gebührt kann man die Werbung weglassen. Der Versand ist nur innerhalb der USA kostenlos. Nach Europa kostet es Geld, aber in Zukunft ist auch dort kostenloser Versand geplant.

Das Projekt ist schon locker finanziert, aber man kann noch mitmachen – auch um Werbung zu kaufen! Liebe Notizbuchhersteller, die ihr den amerikanischen Markt erobern wollt: hier ist eure Chance, mit einem frischen Produkt Werbung zu machen. Die Homepage tryflag.com ist noch recht leer und entspricht den Informationen auf der Kickstarter Seite.

Bin gespannt, wann die erste Notizbücher produziert werden, die man kostenlos bestellen kann und die dann auf jeder Seite / auf der Rückseite / im Vorsatz oder sonst irgendwo eine fette Werbung prangen haben. Oder gibt es das schon?

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Kategorie: Fundstücke  Tags: , , ,

Leser Gerd ist ein treuer und langer Leser des Notizbuchblogs. Als Notizbuchfan probiert er eine Vielzahl an Notizbüchern und Notizbuchsystemen aus. Sein neuester Erwerb ist ein Midori Traveler’s Notebook, zu dem ihr heute seine Leserrezension lesen könnt.

Das Midori Traveler’s Notebook (MTN) ist so etwas wie das anglo-amerikanische X17, zumindest wenn man den unzähligen YouTube Videos und Bloggeinträgen glauben kann auf die man stößt, wenn man das Midori googelt. Offizell aus Japan wird das Midori in Thailand hergestellt.
Nach langem Zögern bin auch ich dem Hype verfallen und habe eines bestellt. Gekauft habe ich es bei www.thejornalshop.com, einem britischer Shop rund um diverse Notizbücher und Accessoires. Die Bestellung erfolgte an einem Sonntag, aufgegeben wurde das Packet am Dienstag und am Freitag hielt ich es in Händen. Alles in allem also sehr schnell.
Ich hatte mir das braune Midori in der Standardgröße (es gibt noch eine kleinere Variante „Passport size“) bestellt, dazu noch ein „Reperatur Kitt“ mit extra Elastis und zwei Notizbücher mit Dünndruckpapier (dazu später mehr).
Das Midori kommt gut verpackt an: zuerst musste eine Schicht Bubblewrap und zwei Plastikfolienschichten entfernt werden bevor man auf einen grauen Pappkarton stößt, welcher das Midori beinhaltet. Der Karton ist mit einem Elastic verschlossen (dieses hat die genau gleiche Größe wie das Elastic, das man zum Verschließen des Midori selbst benötigt, man bekommt also einen extra Ersatz mitgeliefert). Auf dem Pappkarton sind auch die Anleitungen (?) zu finden, allerdings komplett auf Japanisch und daher wenig hilfreich.

Im Pappkarton selber befindet sich das Midori in einem kleinen Jutesack:

Hat man das Midori einmal aus dem Jutesack befreit fällt einem sofort eines auf: der Geruch. Leider riecht das Midori nach dem Auspacken stark chemisch, ähnlich wie Mottenkugeln. Ein kurzer Blick ins Internet zeigt, dass ich nicht der einzige bin. Dabei dürfte es sich um eine Standardprozedur handeln. Der Geruch verfliegt aber nach einiger Zeit (sprich: ein paar Tagen) und das Midori erhält immer mehr den typischen Ledergeruch.
Weiters fällt einem auf, dass das Midori mit einer dünnen Schicht aus weißem Pulver überzogen ist, vermutlich die Quelle des Mottenkugeln-Geruchs. Diese lässt sich aber leicht wegwischen. Die nächsten Fotos zeigen den Unterschied:

Das Leder selbst ist „vegetable tanned“, dabei handelt es sich um eine spezielle Herstellungsart wobei Gemüse im Gerbungsprozess verwendet wird. Das „Gemüseleder“ soll besonders hochwertig sein, da es sehr gut altert und im Laufe der Zeit eine besondere Patina entwickelt, die den persönlichen Umgang mit dem Midori widerspiegelt. Es ist noch zu früh um das zu beurteilen aber es ist eines der herausragenden Merkmale auf die ich mich besonders freue.
Das Midori kommt standardmäßig mit einer Einlage und einem extra Verschluss-Elastic (in Orange). Das System, das Midori für seine Hefteinlagen verwendet ähnelt stark dem von X17, allerdings gibt es nur ein Elastik welches an der Innenseite des Rückens doppelt geführt wird. Dabei ist das Elastic einmal länger und einmal kürzer. Zusammengehalten wird das Elastic am Ende durch einen metallenen Clip. Geschlossen wird das Midori ähnlich dem X17 mit einem extra-Elastic, welches allerdings nicht am Buchrücken sondern auf der Hinterseite mit einem Knoten angebracht ist. Das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und stört eventuell beim Schreiben. Weiters gibt es noch ein sehr dünnes Lesebändchen.

Dieses System erlaubt auf dem ersten Blick nur eine Hefteinlage, allerdings gibt es mehrere Möglichkeiten weitere Hefte oder Einlagen anzubringen, indem man entweder beide Längen des Elastics verwendet (es ist dehnbar genug) oder zwei Einlagen mit einem extra-Elastic verbindet. Das nächste Bild verdeutlicht das Prinzip: das erste Heft wird vom Midori-Elastic gehalten (dunkelbraun), während das zweite Heft bei der ersten Einlage drangehängt wird. Es gibt dafür eigene Gummibänder von Midori, man kann aber auch andere verwenden. Hier hab ich ein X17-Elastic genommen.

Mit diesem System lassen sich nahezu beliebig viele Einlagen anbringen. Es gibt dahingehend auch viele Youtube Videos, die diese und noch weitere Methoden anschaulich erläutern. Das ist ein klarer Unterschied zum X17, welches ja für jede Einlage ein eigenes Elastic anbietet.
Einlagen gibt es für das Midori viele. Angefangen von verschiedenen Kalendereinlagen über Notizbechern in blanko, liniert, kariert und dottet gibt es auch verschiedene Papiersorten fürs Malen und Zeichnen, „kraft paper“ (ein dickeres Papier speziell für Leute, die gerne Sachen einkleben) und extra dünnes Dünndruckpapier (Bibelpapier). Letzteres hat den Vorteil, dass man dadurch mehr Seiten unterbringt. Denn während die Standardeinlage nur 64 Seiten hat bring es das „refill light paper“ auf 128 Seiten. Dabei überrascht das dünne Papier mit seiner guten Aufnahme von Füllfedertinte mit erstaunlich wenig Durchdruck. Hier der Test mit einer Standard-Lamy Füllfeder:

Darüber hinaus gibt es noch Plastikeinlagen mit Taschen und Fächern für Visitenkarten etc. und Foldereinlagen für lose Papiere und Zettel.
Das Midori selber ist ein wenig länger als ein A5 aber deutlich weniger breit (ca. 2,5 cm). Die Einlagen sind demnach noch eine Spur kleiner und in der Länge genau A5 Größe (ca. die Größe die man bekommt, wenn man ein A4 Blatt drittelt). Das bedeutet, dass man entweder die Midori Einlagen kauft (teuer) oder sich selbst welche zurechtscheidet. Allerdings ist das Format perfekt für Folder, Flugtickets und dergleichen.
Hier ein Bild, das den Größenunterschied darstellt. Verglichen wurde ein Midori-Heft mit einer X17 Einlage:

Allgemein schreibt es sich im Midori gut wobei man sagen muss, dass es auch stark darauf ankommt, wie viele Einlagen man verwendet und wie dick das Midori dadurch wird. Die Einlagen an sich haben eine Tendenz wieder zuzuklappen, das einhändige Schreiben wird dadurch ein wenig schwierig.
Das Wechseln der Einlagen gestaltet sich beim Midori eine Spur einfacher, da das Elastic weniger straff ist als die von X17. Ein Teil des Charmes vom Midori ist es, herauszufinden welchen Aufbau ich meinem Midori geben will. Will ich einen Organiser mit Visitenkartenholder und Notizbuch oder doch eher ein Kreativbuch mit Einlagen die sich fürs Zeichnen eignen? Beim X17 beschränkte es sich (bei mir) auf will ich blanko oder linierte Einlagen?
Obwohl das Midori und das X17 sich in vielerlei Hinsicht ähneln gibt es doch spürbare Unterschiede. Da ist zum einen das Leder. Bei X17 bekommt man eine viel größere Auswahl an Ledersorten und Farben für seine Hülle (die nicht-Ledervarianten einmal ausgenommen), das Midori kennt nur eine Lederart wahlweise in Braun oder Schwarz. Trotzdem versprich einem das Midori eine Personalisierung des Leders durch den eigenen Gebrauch das weit über das X17 hinaus geht.
X17 gibt eine 17-Jahre-Garantie auf seine Lederhüllen, das Midori gibt die Aussicht auf einen lebenslangen Begleiter der sich dem eigenen Verhalten „anpasst“. Ob dem wirklich so ist oder es sich hier eher um einen Marketing-Gag handelt ist jetzt noch schwer zu sagen, bei mir hat die Aussicht auf so einen personalisierten, lebenslangen Begleiter aber voll eingeschlagen.
Das führt gleich weiter zum nächsten Punkt. Das Midori will personalisiert werden. Egal ob durch Sticker, Stiftschlaufen, Kratzer oder Flecken, die Philosophie des Midori ist „mach mich zu einem Teil deiner Selbst“. Das muss man mögen. Bei meinem X17 hab ich immer das Gefühl, extra vorsichtig sein zu müssen, beim Midori freue ich mich über jeden Kratzer.
Das Midori nimmt man auch eine Spur schneller mit als das X17. Will heißen, auf Grund seines eigenwilligen Formates liegt es gut in der Hand und passt wirklich in jede Hand- oder sonstige Tasche und bietet gleichzeitig mehr Platz zum Schreiben als andere Kleinformate.
Nachteilig wirkt sich das Format allerdings auf die Beschaffung von Heften und Einlagen aus, da alle A5 Standardeinlagen zwar von der Höhe her passen aber viel zu breit sind. Hier muss man entweder auf teure Originale zurückgreifen die man online auf www.thejournalshop.com (UK) oder www.luiban.de kaufen kann (es gibt die Einlagen auch auf Amazon aber teurer) oder man schneidet sich selbst A5 Hefte zu recht. Eine weitere Möglichkeit wäre das Selbermachen von Einlagen. Auch dazu findet sich eine rege Community im Netz mit diversen Vorlagen und Hilfestellungen (z.B.: http://www.mylifeallinoneplace.com/2012/11/make-your-own-midori-travelers-notebook.html).
Als persönliches Fazit kann ich sagen, dass ich das Midori viel stärker benutzen „will“ als das X17. Das X17 hat eindeutig das seriösere Image und es ist eher „business-like“, wie es Neudeutsch so schön heißt. Es ist auch klarer in seinem Aufbau, mit einem Elastic pro Einlage. Auch sind die Einlagen billiger in der Anschaffung als die von Midori. Auf Grund des größeren Formats bekommt man auch mehr Schreibfläche und Papier.
Das Midori ist etwas chaotischer aber auch kreativer. Man schnappt es sich beim Hinausgehen, wirft es in die Tasche und lässt seinen Gedanken freien Lauf bei einem Kaffee und freut sich sogar darüber, wenn es einen Kratzer bekommt. Das Midori eignet sich auch sehr gut für Leute mit einem ausgeprägten Basteltrieb, die sich gerne selber Einlagen machen und das Midori auf kreative Art zu dem ihren machen. Mit der Dünndruckpapier Einlage bekommt man darüber hinaus sogar mit drei Einlagen 384 Seiten verglichen zu den 240 des X17 und kann somit den Rückstand an Schreibfläche wieder einholen. Negativ fallen die Preise auf. Das Midori alleine kostet ca. 50 EUR und die Einlagen sind teurer als beim X17 allerdings kann man bei beiden auf preisgünstigere Alternative umstellen. Die elastics machens möglich.
Ich persönlich bin vom Midori positiv überrascht. Mir gefällt es, mein Midori zu Personalisieren und wirklich zu „meinem“ zu machen. Ich verwende es bereits jetzt mehr als mein X17 davor.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos des Midori im Direktvergleich mit dem X17 A5

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Bei designmilk las ich von der interessanten Gitterwand aus Papier, die der japanische Designer Mifune entworfen hat. Es sieht so aus, als könne die Papierwand auch Karten und Zettel tragen. Angeblich besteht sie nur aus gleichen einfachen Elementen, die geschickt ineinander gesteckt werden. Bei designmilk findet ihr auch einige Fotos der Wand.

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