Archiv für die Kategorie »Tagebuch «

Eine Freundin von mir, hat mir am Sonntag den Link zu einem kurzen Artikel im Gießener Anzeiger, einer Tageszeitung geschickt, der sich mit dem Thema „Wer schreibt schon täglich in sein Tagebuch“ beschäftigt. Für diejenigen, die keine Lust haben täglich Tagebuch zu schreiben, empfiehlt die Autorin, sich die Seite HappyRambles anzuschauen.

HappyRambles ist eine Art Online Tagebuch – allerdings nur für kurze Nachrichten und auf eine bestimmte Frage ausgerichtet. Man kann sich dort ganz einfach mit seiner E-Mail-Adresse anmelden und erhält jeden Abend um 20 Uhr eine Mail mit der Frage „“What are you grateful for today?“ (Wofür warst du heute dankbar?). An sich ja eine nette Idee. Aber wird dieses Mailsystem wirklich meinem Tagesablauf gerecht? Vielleicht hat diese Seite auch gar nicht den Anspruch einem Tagebuch gerecht zu werden, schließlich schließt die Nutzung dieser Seite das Führen eines Tagebuchs nicht aus. Trotzdem gefällt mir die Idee nicht. Die Zeit, die ich für das Beantworten dieser Frage per E-Mail aufbringe, kann ich mich genauso gut mit einem Notizbuch und einer Tasse Tee aufs Sofa bringen und es mir gemütlich machen.

Allerdings hätte ich – wie bei anderen Online-Tagebüchern  auch – permanent die Angst, dass die Seite irgendwann plötzlich nicht mehr erreichbar ist und alle Einträge weg sind.  Vielleicht bin ich da auch ein wenig altmodisch, aber ich finde es geht nichts über Papier und Stift und eine Schublade oder ein Regal mit „anfassbaren“ Einträgen, die nicht von einem Server und einem Betreiber abhängig sind.

 

Wie seht ihr das? Nutzt ihr solche oder ähnlichen Seiten? Schreibt ihr euere Notizen/Tagebücher online?

 

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Passend zum Tagebuchdienstag habe ich diesen Artikel in der Augsburger Allgemeinen gesehen, der besagt, dass es Jugendlichen helfen kann, ihre Wut in einem Tagebuch zu verarbeiten:

Ein Tagebuch kann Jugendlichen helfen, ihre Wut zu bewältigen. Ein paar Sätze reichen dafür schon aus. Jugendliche könnten so vermeiden, ihre Gefühle aufzustauen und würden schneller damit fertig werden, erläutert der Psychologe und Buchautor James J. Crist.

Wer kein guter Tagebuchschreiber ist, könne auch etwas zeichnen. Wichtig sei, so genau wie möglich das Ereignis zu beschreiben, das einen wütend gemacht hat. Etwa so: Jemand hat mich belogen, meine Mutter hat mich angeschrien oder ich glaube, dass andere besser sind als ich selbst. «Das Schreiben verschafft Jugendlichen eine klarere Perspektive auf ihr Problem», erklärt der Psychologe[…]

 

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Bei Pinterest fand ich diesen tollen unendlichen Kalender, den man sich aus einer Koste uns Karteikarten selbst basteln kann: DIY project: vintage postcard calendar journal:

[…] Growing up, I kept a daily journal. I always enjoyed looking back at previous entries to see what had changed over the course of a year. These days, I can’t seem to find the time to journal, but I do try to jot down a little note from each day on my perpetual calendar/journal. The idea is very simple — flip to the current date and at the end of the day, write down something that happened. Some days it is big things like “Annie took her first steps.” Other days it is small, like “needed more than one cup of coffee this morning.” […]

Ich finde das Thema passt gut zur Frage von Angelika von heute Morgen: was ist eigentlich für euch ein Tagebuch? Dieser unendliche Kalender wird durch seine täglichen Einträge auch zu einer Art Tagebuch. Seit dem Moment, an dem ich diesen Kalender das erste Mal gesehen habe, bin ich begeistert von der Idee. Sie ist einfach, kreativ und hat sehr viel Potenzial. Ihr könntet Wetter, Essen, was auch immer aufschreiben. Quasi eine Art täglich Themenjournal.


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Einsamer Rekord! Auf den Artikel über das private Lesejournal haben zehn LeserInnen geantwortet. Eure Kommentare sind sehr wichtig für die Gestaltung des Tagebuch-Dienstags und beleben den Diskurs dazu. Dickes Danke dafür! Weiter so!!!
Die Menschen sind ja bekanntermaßen verschieden. Wo sich der eine mit Grausen abwendet, läuft dem anderen das Wasser im Mund zusammen. Zum Beispiel das Thementagebuch. Die einen bekommen Pickel, wenn ihr Notiz- oder Tagebuch ihnen Vorgaben dazu macht, wo sie was und wie viel davon notieren können. Die anderen schätzen genau das: strukturierende Überschriften und Einteilungen, weil sie dem eigenen Schreiben sowohl Impuls als auch Leitplanke bieten. Wohingegen die mit den Pickeln Orientierungshilfen für eine einzige Zumutung halten, sie würden eher gar nicht schreiben als in vorgegebene Abteilungen.

Das Lesejournal von Leuchtturm 1917, ab 30.11.11 erhältlich bei Torquato (Danke, Hans!) ist für mich so ein Thementagebuch, aber bei weitem nicht das einzige. Im Rahmen des mächtig expandierenden Marktes für Notizbücher fiel mir beim letzten Bummel durch die Papeteriewelt die Moleskine Passions – Linie auf. Auch hier gibt es, wie Leserin Luna wusste, ein spezielles Passions Bücher Journal (s. amazon (Werbelink)) aber auch viele, viele mehr. Für jede Leidenschaft gibt es das passende Buch: Wein-Journal, Rezept-Journal, Garten-Journal, Hunde-Journal, Wellness-Journal, um nur einige zu nennen.

Da ich eher zur Fraktion der Pickel-Bekommer zähle, weil ich bei Vorgaben schnell bockig werde, frage ich mich, wie man a) noch den Überblick über seine vielen passion books behalten soll und b) wie die nächste Erweiterung der passion books aussehen wird: Trennungs- und Scheidungsjournal? Haarfärbe-Journal? Verdauungs-Journal oder das Geld-Journal, in dem ich notiere, was ich eingenommen, ausgegeben, gespart, in Aktien oder Gold investiert habe? Sind passion-books Tagebücher? Ich bin mir unsicher und denke laut: ab wann ist ein Tagebuch ein Tagebuch? Und wo hört es auf, eines zu sein? Habt Ihr griffige Definitionen zur Hand?

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Auf meinem Schreibtisch liegt ein Buch, das meines Wissens noch nicht im Handel erhältlich ist, aber auf der Buchmesse bereits käuflich zu erwerben war: Ex libris. Das private Lesejournal der Firma Leuchtturm1917.
Wie der Name schon sagt, ist es ein Journal, also ein enger Verwandter des Tagebuchs. Es ist ein Buch für Viel- und Gernleser, die damit endlich einen Ort für die Verarbeitung ihrer Lesetätigkeit zur Verfügung haben. Auf jeder der 155 Seiten kann man auf vorgegebenen Zeilen eintragen, welches Buch man von welchem Autor wann und wo gelesen hat. Diesen Erkennungsmalen folgt eine 12 Zeilen lange Leerstelle für Bemerkungen und für Zitate. Am unteren Ende jeder Seite kann man dem gelesenen Buch eine Zensur vergeben und notieren, wie man an das Buch gekommen ist bzw. an wen man es verschenkt hat.
Die 155 gelesenen Bücher kann man am Ende des Buches zusätzlich alphabetisch eintragen, um schnell nachblättern zu können, auf welcher Seite sich ein bestimmtes Buch befindet. Zudem gibt es weitere Rubriken – ohne Zeilenvorgaben – zu den Themen Lesen, Verschenken, Verleihen/Geliehen.
Ein Traum für jeden Bücherwurm mit Sinn für Dokumentation und Archivierung!
Hätte ich jetzt ein ausgefülltes Lesejournal mit all den Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen – und zum Teil vergessen! – habe, würde ich glücklich darin blättern und mich an die vergangenen Lesefreuden und Leseleiden erinnern. Vor allem wüsste ich endlich, von wem ich welches Buch dringend zurückfordern müsste. Aber in Kenntnis meiner Gewohnheiten steht zu befürchten, dass ich auch in einem Jahr oder in fünf Jahren immer noch kein ausgefülltes Lesejournal glücklich durchblättern werde, was ich ausgesprochen bedaure.
Falls jemand bereits auf eigene Faust ein Lesejournal führt, teilt eure Erfahrungen mit, es wäre spannend zu wissen, wie man diese Idee nicht nur toll findet sondern sie auch tatsächlich umsetzt.


© Angelika


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© Angelika

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Am 1. November feierten meine Eltern ihre Diamantene Hochzeit. Sie waren auf den Tag genau 60 Jahre verheiratet. Warum schreibe ich das? Erstens war niemand von den Blog-Lesern eingeladen, zweitens ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr jemals eine diamantene Hochzeit feiern werdet, nicht sehr hoch, oder? Drittens ist das kein Thema für ein Notizbuchblog.
Ich schreibe das, weil wir Geschwister für unseren Redebeitrag eine Technik des kreativen Schreibens aufgriffen, mit der man auch wunderbar seine Tagebuchnotizen variieren kann: den Perspektivwechsel.

Den Tagebucheintrag mal nicht aus der eigenen Sicht heraus schreiben, sondern :

  • Aus der Sicht eines Gegenstandes (Haus, Wohnung, Kleidungsstück etc.)
  • Aus der Sicht eines Tieres (Katze, Hund, Fliege …)
  • Aus der Sicht eines Menschen (Familie, Konfliktpartner, Freundin …)
  • Aus der Sicht einer Instanz (Schutzengel, Gott, Ahnen …)

Es ist immer wieder verblüffend, zu welchen Einsichten und Erkenntnissen so ein Wechsel der Blickrichtung verhilft!
Viel Erfolg mit Euren Versuchen, die Perspektive zu wechseln! Aber nicht vergessen: es ist nur eine Übung! Ihr solltet nach dem Perspektivwechsel in euer vertrautes Ich zurück kehren.

Unser Beitrag began übrigens so:

Mein Herrchen ist voller Tatendrang, er braust am Wochenende mit dem Motorrad los, da kann ich leider nicht mit. Wenn er zurückkommt, hat er noch bessere Laune und riecht ganz anders, riecht nach einem Frauchen …

Aus welcher Perspektive würdet ihr euch betrachten?

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Es soll ja nicht langweilig werden mit dem Tagebuch! Wer gerne experimentiert mit seinen Tagebucheinträgen und es schon mit Dialogen, Lügengeschichten, seriellem Schreiben versucht hat, wird seinen Spaß haben mit diesem antiken Schreibspiel namens Akrostichon. Es eignet sich nicht nur für private Zwecke, ich habe damit auch schon in Meetings und Workshops gearbeitet und war begeistert, welche kreativen Ergüsse die Teilnehmer zu Papier gebracht haben, wenn sie eine Marke, ein Produkt oder zu einer Person ein Akrostichon gebastelt haben. Man kann damit auch Wartezeiten oder unerquickliche Sitzungen aufheitern … Wie funktioniert ein Akrostichon?
Man schreibt einen Begriff senkrecht auf ein Blatt Papier, so dass jede Zeile mit einem Buchstaben dieses Wortes beginnt, z.B.

T
A
G
E
B
U
C
H

Dann füllt man jede Zeile mit einem Satz oder ein paar Worten, die etwas mit der Bedeutung des Wortes zu tun haben, und siehe da: fertig ist ein lyrischer Text!

T anzende Worte im Kopf
A ber gut versteckt in finsterer
G ruft.
E in Fenster lässt
B lendendes Licht in
U nterirdische Welten, in
C hinesische Dörfer, die plötzlich direkt vor der
H austüre liegen.

Viel Spaß damit! Wir freuen uns eure Gedichte und Akrosticha zu T-A-G-E-B-U-C-H demnächst in den Kommentaren zu finden.

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Schon Altvater Goethe hatte zwei Seelen in seiner Brust. Ich habe mindestens zwei, häufig noch mehr. Sie wollen sich absolut nicht einigen. Jede Seele hat ihren eigenen Kopf und verweigert ihre Mitarbeit, weil zu wild, zu erschöpft, zu sensibel oder zu dynamisch für den Vorschlag der anderen. Der reinste Hühnerhaufen!
Die Dialogtechnik im Tagebuch kann – mit Chance! – zu einer neuen Ordnung in diesem Durcheinander sorgen. Sagen wir, ein Mensch plant den Winterurlaub und ist völlig uneins mit sich, wo es hin gehen soll.
Er gibt den Seelen in seiner Brust einen Namen und lässt sie mit ihren Befindlichkeiten und Anliegen zu Wort kommen. Es gäbe den schlappen Kater, der nichts anderes will als auf dem warmen Ofen zu liegen, daneben die Marathonläuferin, immer auf der Suche nach dem Adrenalin-Rausch, dritter im Bund ist der Buchhalter mit spitzem Stift und emotionslosen Pro- und Contra-Listen.
Dann kann es losgehen. Ein Spieler nach dem anderen darf aus seiner / ihrer Sicht die Bedürfnisse darlegen, darf ausufernd seine Sehnsüchte und Bedenken ausbreiten. Es wird nicht aufgerechnet: du hast aber letztes Jahr… Es wird nicht abgewertet: du mit deinem Aktionismus …, alle kommen dran, alle haben ihren Raum.

Und dann?
Ob es zum Kompromiss kommt, ob eine Seele sich durchsetzt oder ob Vertagung bzw. Vernachtung durch „Drüber schlafen“ zu einer guten Entscheidung führt, ist persönlichkeits- und typabhängig. Mir nützt es bereits, die Damen und Herren im Inneren zu Wort kommen zu lassen, damit sich eine Entscheidung heraus schälen kann.
Falls jemand von euch damit experimentiert oder bereits Erfahrungen gemacht hat, immer her damit! Lasst sie uns austauschen!
Ähnlichkeiten mit dem Konzept des „Inneren Teams“ nach Friedemann Schulz von Thun sind übrigens nicht zufällig

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Vor einigen Tagen berichtete Angelika über den Diary Slam in Hamburg. Dort war auch das ZDF zugegen und hat einen Bericht gedreht, der nun in der ZDF Mediathek verfügbar ist. 3 min, die ihr euch gönnen solltet.

Heute ist #Tagebuchdienstag.

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“I just burned 40 years’ worth of diaries” schreibt Dominique Browning in der New York Times und auf ihrem Blog www.slowlife.com und weiß offensichtlich, was sie tut. Glaubt es zu wissen… Sie möchte nicht, dass die Nachwelt, schon gar nicht ihre beiden Söhne, das ewige Auf und Ab, vor allem die dramatischen Beschreibungen ihrer Abs, lesen, wenn sie nicht mehr auf der Welt ist. Das Verbrennen war für sie eine Art Befreiungsschlag von der Vergangenheit, es sollte die Türen und Fenster öffnen für Gegenwart und Zukunft. “Be gone, Undead! Be over, past! I wanted to let fly all those pages full of heartbreak and yearning.”

Den Impuls kann ich durchaus nachvollziehen. Was interessiert mich mein Geschwätz und mein Gejammer von gestern? Heute spielt die Musik. Warum sich mit den Altlasten aufhalten?!
Zu diesen Stimmen gibt es in meiner Welt jedoch mindestens ebenso viele Gegenstimmen: das ist meine Vergangenheit, mein gelebtes Leben, meine Höhen und Tiefen, meine Lernkurven und Endlosschleifen, meine unwiederbringlichen Erfahrungen, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin. So etwa in dem Sinn: „es gehört zu mir wie mein Name an der Tür“ (frei nach Marianne Rosenberg).
Niemals würde ich freiwillig meine Tagebücher und Heft den Flammen in den Rachen werfen und nichts als ein paar Häufchen Asche davon zu zurück behalten. Vielleicht würde es mich zu sehr an das erinnern, was bleibt, wenn auch die Besitzer von Tagebüchern das Zeitliche gesegnet haben?

In einer Umfrage vom Juli 2011 hier im Notizbuchblog haben 85 % der Umfrageteilnehmer angegeben, dass sie ihre Notiz- und Tagebücher nie verbrennen würden.
Was geht Euch 85 % und vor allem Euch 15 % durch den Kopf, wenn Ihr Dominique Brownings burning act mitverfolgt?

(via notebookstories.com)

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