Eine wirklich gelungene Zusammenfassung über das Wo, Wann, Womit und besonders das Wie des Tagebuchschreibens habe ich bei WikiHow gefunden. Der Ton ist freundlich aber bestimmt, er klingt nach einem Autor, der weiß, wovon er redet und hier seine Erfahrungen an die Welt weitergibt. Die Tipps beschäftigen sich naturgemäß auch mit der Frage nach dem richtigen Medium. Gleich die erste Empfehlung lautet: „Finde ein Tagebuchmedium, das für dich ideal ist!“ Am Ende des Artikels folgt die Ergänzung:

„… Handschrift an sich als therapeutisch sinnvoller erwiesen als tippen, da es tieferen Zugriff auf Emotionen ermöglicht. Versuche beides: du kannst Seiten vom Computer ausdrucken und sie in eine Schachtel oder ein Ringbuch einlegen, oder du kannst handschriftliche Seiten einscannen und einem Computertagebuch hinzufügen. In jedem Fall solltest du eine Kopie auf Papier aufbewahren, die zukünftigen Generationen erhalten bleibt, wenn du willst, dass deine Nachkommen dich nach deinem Tod kennen und schätzen lernen.“

Für diejenigen, die mit dem guten alten Papier und Stift-Prinzip nichts mehr anfangen können, ein Tipp für Tagebuch-Apps:

„Wer sich wundert, wo die ganze Zeit hin ist oder zu einem späteren Zeitpunkt resümierend auf das Leben zurückblicken möchte, sollte ein Tagebuch führen. Praktischer noch ist der Einsatz einer Tagebuch-App, die nicht nur persönliche Einträge aufnimmt, sondern im besten Fall die Datenbanken des Systems abgrast, um Geschehenes in einem persönlichen Zeitstrom darzustellen. Drei empfehlenswerte Kandidaten für das persönliche digitale Tagebuch sind die Universal-Apps Day One und Remembary sowie die iPhone-App Momento.“

Kommentare zu Euren Erfahrungen mit dem Tagebuch und Euren favorisierten Medien – mit und ohne App – sind wie immer sehr willkommen!

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In der FAZ las ich in Alles und noch viel mehr: Die gelehrte Registratur über die Ausstellung Zettelkästen. Maschinen der Phantasie im Deutschen Literaturarchiv in Marbach (Details):

[…] Niklas Luhmann hat seine Zettelkästen zu »einer Art Zweitgedächtnis, einem alter Ego« erklärt, eine Art Traumkiste, die unwillkürlich Assoziationsketten erzeugt: »Ohne die Zettel, also allein durch Nachdenken, würde ich auf solche Ideen nicht kommen. Natürlich ist mein Kopf erforderlich, um die Einfälle zu notieren, aber er kann nicht allein dafür verantwortlich gemacht werden«. […]

Bei Zettelkästen denke ich immer an lose Seiten eines gigantischen Notizbuchs. Zettelkästen sind mir spontan sympathisch, obwohl Hyperlinks sich effizienter anhören. Die Ausstellung geht bis zum 15. September 2013.

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Die Gewinner der &Art Notizbücher stehen fest: es sind die Kommentare von Sven und Shannahka. Herzlichen Glückwunsch!

Und die nächste Verlosung wartet schon.

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Moleskine geht an die Börse und in den letzten Tagen gibt es wieder einige Artikel dazu; so auch im Guardian Calling all Moleskine fetishists – you may yet get a share in Hemingway. Darin denkt der Autor schon darüber nach, welche Notizbücher die Käufer wohl wählen werden, wenn ihnen Moleskine zu sehr zum Mainstream geworden ist:

[…] If Moleskine succeeds, who might follow? The world of stationery obsession is a deep rabbit hole. Some claim to find Moleskines too déclassé and mainstream, and instead prefer the all-American minimalism of Field Notes, or the more obscure cachet of Moleskine’s older German rival, Leuchtturm1917. Scientists have yet to determine whether using a Leuchtturm is likely to make your prose style more like Schopenhauer’s. […]

Und weil diese Hemingway Geschichte im Zusammenhang mit Moleskine immer weitergetragen wird und kein Ende nimmt, nimmt er die Geschichte ironisch auf’s Korn:

[…] Do you want to write like Ernest Hemingway or Bruce Chatwin? Then you need a Moleskine notebook. Purchase one of these marvels of stationery engineering […] and it surely won’t be long before you are composing muscular sentences about exotic perambulations and recently deceased animals […]

Bin wirklich gespannt, ob der Börsengang erfolgreich sein wird.

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Bei den FPGeeks las ich über TWSBI Redefines “Nifty” with Micarta v2.0 Packaging. Darin wird ein Notizbuch vorgestellt, das Innen eine Aussparung für den Stift hat. Da war doch was? Genau: das haben wir schon bei den Büchern von compenion gesehen – und ich meine, die haben ein Patent auf das Verfahren. Im Artikel ist man aber der Meinung, das da jemand was Neues erfunden hat:

[…] I can think of no other pen manufacturer that has done this – and I rather like it. The Micarta v2.0 packaging notebook is not identical to the TWSBI Notebooks that will soon be released. […]

Trotzdem interessante Idee.

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Der „Science Fiction Writer“ Jamie Todd Rubin sammelt seit ewigen Zeiten Tipps zum Going Paperless. Der neues Coup ist die Going Paperless FAQ. Aber sie überzeugt mich nicht. Der Nutzen papierlos zu arbeiten wird nur kurz am Ende gewählt, ansonsten sehen die FAQ so aus als sei digitales Arbeiten Selbstzweck. Und ehrlich gesagt: der Nutzen überzeugt mich bis auf das „Finden“ nicht wirklich.

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IPX-PRO Notebook Covers heißt das Kickstarter Projekt, bei dem man versucht, Gelder für die Produktion eines Metalleinbands als Wechseleinband für Notizbücher zu gewinnen:

[…] The problem we faced was having our notebooks, ideas, sketches, and pages continually getting winkled, bent, and warped as we carried them around with us everyday. We needed a truly protective cover that was sleek, strong, lightweight, interchangeable, and would effortless to keep all of our hard work straight without getting in the way. […]

Es geht also darum, Notizbücher vor Verschmutzung, Einreißen und anderen externen Einwirkungen zu schützen. Das Material ist auch kein gewöhnliches Metall:

[…] 5052 Aluminum-Magnesium alloy is know to have a high fatigue strength. It is highly corrosion resistance and is typically used in industrial applications. Including aircraft fuel tanks and fuel lines. Some people might think making a cover from this strong material is overkill, but we wanted these covers to be light, sturdy, and beautiful. […]

Und dazu gibt es auch noch das passende Notizbuch, auch wenn auf der Seite viele Marken aufgezählt werden, die in die Hülle passen. Insgesamt will das Projekt 50.000 USD einsammeln und zum Zeitpunkt, zu dem ich den Artikel schreibe, ist schon mehr als die Hälfte des Geldes zusammen.

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Ich hätte wetten können, dass ich schon einmal über sie geschrieben habe, aber ich kann den Artikel nicht mehr finden. Die Rede ist von pleased to meet, einer kleinen aber feinen Papeterieproduktion aus Berlin. Die Presseerwähnungen sind beeindruckend und die Macher Daniela und Marcel schreiben über sich:

[…] Einen kleinen Unterschied zu machen und den Papiermarkt in Deutschland mit etwas Neuem zu bereichern, das war unser Vorhaben als wir 2005 in Deutschland eher nebenbei unsere erste Kartenkollektion veröffentlichten und damit ein neues Terrain betraten. […] Heute werden unsere Papierprodukte häufig als Retro bezeichnet, mit schlichter Ästhetik und Leichtigkeit. Sicher spielt dabei unsere Liebe zum amerikanischen Mid Century Design eine Rolle. Aber auch so manche Kindheitserinnerung ist Inspiration für eine stets wachsende Kollektion! […] wir benutzen zertifizierte Feinstpapiere und beauftragen ausschliesslich lokale Druckereien, die sich auf unsere Arbeiten spezialisiert haben. Alle Produkte werden in liebevoller Handarbeit konfektioniert und für den Verkauf vorbereitet. […]

Neben Karten, Papieren und anderen Dingen, gibt es natürlich auch Notizbücher/-hefte zu kaufen, wie etwa das Notizheft Berlin:

[…] Das Notebook ‚Berlin‘ heisst Notizheft und ist innen blanko, ganz wie man es in Deutschland gerne hat. Es hat 48 Seiten und ist 14.8 x 21cm gross. Gedruckt auf FSC-zertifiziertes cremefarbenes Papier und verpackt in milchiger Pergaminhülle. […]

Das DIN A5 Heft kostet 7 EUR. Pleased to meet findet ihr auch bei Facebook. Ich empfehle dringend einen Blick in den Online Shop.

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Danke an Leser Bernd für den Hinweis: Heute erscheint die neue Ausgabe der Zeitschrift PAGE am Kiosk. Darin gibt es einen Artikel zum Thema Skizzenbücher:

[…] Zuerst stellen wir einige der besten digitalen Sketchbooks vor, dann werfen wir einen Blick in die aktuelle Manufakturenszene, die sich darin zu überbieten scheint, uns mit unterschiedlichsten verführerischen Skizzenbüchern vor die Qual der Wahl zu stellen. Hier schonmal die Links aus dem Artikel und einige Bilder. Die Macher dahinter, ihre Philosophie und ihre Produkte lernen Sie im Heft kennen. […]

Im Artikel findet ihr ein paar Links und Fotos, darunter auch ein Link auf die Bücher von nuuna. Im Notizbuchblog findet ihr ebenfalls einige Artikel zu Skizzenbüchern.

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Im Blog papierquatsch findet sich eine interessante Anregung für die Einbandgestaltung: alte Platinen und Elektronikteile. Etwas kratzig, aber garantiert ungewöhnlich und individuell. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das echter Elektronikabfall ist oder nur ein Aufdruck auf dem Einband. Leider gibt es keine Quellenangabe zum Bild (außer der Bild URL).

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