Ohne Worte. Gefunden bei Twitter @HerzensPuzzle

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:
Die Handschrift ist immer mal wieder ein wichtiges Thema im Blog. Eine besondere Variante beim Schreiben ist die Schnellschrift, mit der man Silben verkürzt erfassen kann, die Stenografie (Wikipedia):
[…] Stenografie oder Stenographie […] ist eine aus einfachen Zeichen gebildete Schrift, die schneller als die herkömmliche „Langschrift“ geschrieben werden kann und es ermöglicht, in normalem Tempo gesprochene Sprache mitzuschreiben oder eigene Ideen schneller zu notieren. […]
Bei heise.de las ich die Tage den Artikel Schneller als der Computer: Stenografie-Nachwuchs ist gefragt, in dem auch der Dortmunder Stenographenverein erwähnt wird, der durchaus noch sehr aktiv ist. Es gibt in Deutschland aber auch noch andere Vereinigungen, wie etwa den Südwestdeutscher Stenografenverband.
Ich meine, ich hatte mal alte Stenografie Lehrbücher in meiner Sammlung, konnte sie aber beim Schreiben dieses Artikels auf Anhieb nicht finden. Kann jemand von euch Stenografie?

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:
(via notcot) Sehr ungewöhnliche Kunst hat der japanische Student Minami Arai präsentiert: Tracing Acton | Minami Arai on the lost art of the written word:
[…] In a fascinating installation, artist and student Minami Arai uses books and wires to illuminate the lost art of the written word. “Before typewriters there was the written word,” says Arai in a statement. “The text would trace the action of writing , offering glimpses of the author’s personality current state of mind.” In “Tracing Action” Arai uses thick wire and to recreate an elevated text from her favorite books. It’s as if the text is rising off the page and being brought to life. […]
Bei Spoon&Tamago findet ihr tolle Fotos der Kunstwerke, die mir spontan sehr sympathisch sind. Anschauen lohnt, denn die kleinen Wunderwerke können durchaus Anregungen für eigene Kreative Experimente geben.
Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:
Die kommenden Wochen vor Weihnachten sollten in den Augen der meisten Menschen mit stetig wachsender Besinnung einhergehen, doch meistens ist das Gegenteil der Fall. Den tägliche Zwang effizient zu sein – sei es im Beruf oder im Privatleben – kann man irgendwann nicht mehr abschütteln und so überträgt er sich auch auf Bereiche, wo es nicht auf Effizienz ankommt, ja wo sie sogar schädlich ist.
Die Weihnachtskarte ist so ein Fall.
Digitale Postkarten und E-Mails gehören zu den Effizienzvertretern und die will ich hier gar nicht betrachten. Also: Zu Weihnachten möchte man den Lieben eine Postkarte zukommen zu lassen. Doch nicht nur wegen Facebook (oder gerade trotz?) haben die meisten Menschen viele Freunde, denen sie eine analoge Nachricht schicken möchten. Aber handschriftliche Glückwünsche kosten Zeit und beginnen zu langweilen, wenn man immer wieder den gleichen Text schreibt. Also sucht man nach Effizienz und findet sie in Postkartendiensten oder ähnlichen Arbeitserleichterungen. Sicher, die Freude auf der anderen Seite wird dadurch nicht getrübt. Aber wieviel befriedigender ist es für den Schreibenden, wenn er tatsächlich von Hand schreibt oder die Karte individuell bastelt? Das ist herrlich ineffizient und wunderbar persönlich. Wie schon die letzten Jahre werden wir bei mir zu Hause auch dieses Jahr wahre Papierorgien veranstalten. Während ich dies schreibe, sammeln sich schon die bunten Papier, Blankokarten, Stempel, Stanzlocher und Masking Tapes auf dem Tisch. Es ist noch etwas früh für Karten, aber die Materialien kann man sich an einem trüben Sonntag Nachmittag schon mal zusammenstellen.
Und dann wird in den kommenden Wochen immer mal wieder gebastelt und geschrieben – natürlich von Hand. Alle Familienmitglieder machen mit Begeisterung mit und vor dem Abschicken freut man sich über die individuellen Papierwünsche, die jedem Adressaten hoffentlich persönliche Worte bringen.
Man hört es oft, es klingt abgedroschen und doch ist es wahr: handschriftliche Glückwünsche und ein paar Worte, die nur der eine Adressat bekommt, vermitteln auch beim Empfänger ein Gefühl der Wertschätzung und Zuneigung. Hier hat jemand viel Zeit auf eine Sache verwendet, die man auch effizienter hätte haben können. In der Effizienzwelt ist Zeit wertvoll. Und der Einsatz von Zeit überträgt ihren Wert auf den Gegenstand, dem man die Zeit gewidmet hat. Und von dem Gegenstand überträgt sich der Wert auf den Empfänger. Das spürt der Adressat einer „handgemachten“ Weihnachtskarte.
Auch die beruhigende Wirkung des Bastelns ist nicht zu unterschätzen. Das Kleben, Schreiben und Arrangieren entschleunigt ungemein und schon nach kurzer Zeit verfällt man in einen kontemplativen Modus und ist woanders. Man kann sich förmlich erholen. Es geht nicht darum, schnell fertig zu werden, effizient zu sein. Es geht darum, Zeit zu investieren für sich und für den Empfänger der Karte.
Dieses Jahr gilt also für das Erstellen eurer Weihnachtskarten: seid ineffizient!
Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:
In einem der größten Tech-Blogs der Welt las ich den Artikel Social Experiment Turns Strangers‘ Emails Into Handwritten Notes. Darin wird vom Snail Mail My Email Projekt berichtet, das es seit 2011 gibt. Das Projekt will dazu animieren, wieder mehr Briefe handschriftlich zu verfassen, statt E-Mails zu schicken. Der Weg dahin führt über einen Umweg: das Projekt fordert auf, EMails an die Projektunterstützer zu schicken, die die Mails dann in handschriftliche Briefe abschreiben:
[…] For one week only (Nov. 11-17, 2013), we invite you to type a message to anyone— family, friend, secret crush, or congressional representative— and send it to us. We’ll then handwrite your message and post it via regular mail to the recipient of your choosing, for free! […]
Die Initiative erinnert mich an das The Hand Written Letter Project. Der Initiator Ivan Cash hat Sorge, dass das digitale Zeitalter die persönlichen Beziehungen schwächt und setzt auf die Handschrift als Träger zwischenmenschlicher Beziehungen:
[…] The Snail Mail My Email project aims to reignite the lost art of letter writing, reminding us of the power of personal connection in a digital world. […]
Das Buch gibt es auch bei amazon (Werbelink). Der oben erwähnte Artikel bei mashable verlinkt auch das folgende vimeo Video, in dem Passanten die digitale und analoge Briefewelt aus ihrem Alltag kommentieren.
Wann habt ihr euren letzten handschriftlichen Brief bekommen?
Snail Mail vs. Email from ivancash on Vimeo.
Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat eine neue Ausgründung namens digipen technologies. In der Pressemitteilung heißt es:
[…] Prof. Dr. Andreas Dengel, Leiter des Forschungsbereiches Wissensmanagement am DFKI: „Mittels digipen werden die handschriftlichen Daten sofort digitalisiert, in elektronischen Text umgewandelt und zur Weiterverarbeitung an verschiedenste Systeme weitergeleitet. So wird die Kluft zwischen handschriftlichen Aufzeichnungen und der bereits existierenden EDV-/IT-Infrastruktur von Unternehmen überbrückt.“ […]
Der Stift braucht für die Erkennung der Schrift allerdings das Anoto Punktraster (s. dazu auch anoto.com) auf dem verwendeten Papier. Das schränkt den Nutzungsbereich massiv ein, da das Papier zuerst mit dem entsprechenden Punktmuster bedruckt werden muss. Wenn man etwas sicherheitsparanoid ist, könnte man auch Angst davor haben, dass der Stift geheimerweise anfängt, das Geschrieben an Gott-weiß-zu-wem übertragen.
Auf der digipen Homepage findet ihr viele Hinweise zu Technik und Anwendungen.
Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:
Leser Ralph schickte mir einen interessanten Link auf den Web Comic XKCD: The Pace of Modern Life. Darin werden verschiedene Zeitgenossen seit 1871 zitiert, die jeweils das zu der Zeit moderne Leben kritisieren. 1871 schreibt tatsächlich jemand:
[…] the art of letter-writing is fast dying out […]
Der Autor von The art of letter-writing is fast dying out hat den XKCD Comic auch gelesen und daraus ein paar motivierende Schreibanweisungen generiert.
Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:
Wenn Technologieblogs über die analoge Welt schreiben, muss es sich entweder um besonders hippe Dinge handeln oder die Überlegenheit der digitalen Welt proklamiert werden. Dieses mal zeigt sich ein Blogger des bekannten Blogs ReadWriteWeb in My Teenage Son Does Not Know How To Mail A Letter – I Blame Technology geschockt darüber, dass sein Sohn im Teenager Alter nicht weiß, wie man einen Brief mit der Post verschickt:
[…] I’m not sure who to blame. His mother, perhaps, or the public school system. But it turns out that my son – days away from graduating from High School- does not know how to send mail through the U.S. Postal Service. […]
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sogar darüber lachen. Er beschreibt dann den Dialog, in dem er seinem Sohn versucht zu erklären, wie man den Umschlag beschriftet. Das hört sich derart überzeichnet an, dass man fast glauben möchte, der Dialog ist erfunden. Und dann dämmert es dem Autor, dass der digitalafinen Generation womöglich neben dem Briefeschreiben noch ganz andere Kulturtechniken flöten gehen:
[…] How is it possible that the world’s most connected, most tech-savvy generation ever does not know how to mail a letter? What else don’t they know? […]
Vielleicht ist das der Lauf der Dinge und irgendwann gibt es keine Briefe mehr. Was meint ihr? Werden wir in Zukunft noch analoge Briefe schreiben?
Oder muss man die Frage Is letter writing a lost art, die in einem anderen Blog gestellt wird, mit Ja beantworten?
Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:
Eine sehr umständliche Art, handgeschriebene Postkarten an liebe Mitmenschen zu versenden, fand ich bei swissmiss. Es geht um eine digitale App namens Felt:
[…] Personal, handwritten cards. Sealed, stamped and mailed. All from your iPad. […]
Mit der App wählt man digital ein Design von Karte und Umschlag, beschriftet dieses handschriftlich direkt auf dem iPad und schickt sie dann ab. Irgendwo wird sie dann gedruckt und zugestellt, d.h. die Handschrift wird 1:1 gedruckt. Das ist natürlich eine seltsame Methode, handschriftliche Karten zu versenden, die v.a. dann Sinn macht, wenn man keine Postkarte zur Hand ist. Ich schreibe lieber echte Karten oder Briefe, finde die Idee aber trotzdem sehr schön und interessant. Als Erweiterung könnte ich mir einen Premiumservice vorstellen, bei dem die Karte von einem Kalligraphen echt von Hand geschrieben wird. Felt findet ihr bei Twitter und bei Facebook.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie: