Ist es eine „Krankheit“ von Notizbuchliebhabern, dass Sie sich nicht entscheiden können, welches Notizbuchsystem das beste ist? Es ist schon eine Weile her, dass ich über den Taschenbegleiter von Roter Faden einen Erfahrungsbericht geschrieben habe. Nach wie vor finde ich den Taschenbegleiter toll und ich erfreue mich oft seines Anblicks.  Und doch habe ich im Alltag immer wieder festgestellt: So ganz glücklich bin ich damit nicht immer.

Warum ? Der Taschenbegleiter in A5 ist ziemlich groß. Wenn ich alles mitnehme, was ich eigentlich gerne dabei hätte (Block, Adressheft, Notizheft und Notizbuch), dann ist der Taschenbegleiter ziemlich voll und damit auch – leider – ziemlich schwer.  Genau das ist im Alltag mein Problem. Ich bin beruflich täglich auf Terminen unterwegs. Da schleppe ich schon eine Kameraausrüstung mit mir herum, natürlich eine Handtasche und dann noch einen schweren Taschenbegleiter. Meine Kollegen witzelten manchmal schon „Fährst du in Urlaub?“. Mit der Zeit hat mich das ganze selbst immer mehr aufgeregt.

Deshalb habe ich lange überlegt, ob es nicht ein kleines kompaktes System gibt. Ich hätte natürlich einen Taschenbegleiter in A6 aussuchen können, aber ich dachte mir, ich versuche ein anderes System. Also habe ich mir einen X17 gegönnt in A6.  Und was soll ich sagen ? Ich bin happy. X17 passt – schlank und rank – in jede Jackentasche und nimmt weder in einer großen Kameratasche noch in einer Handtasche viel Platz weg. Wir haben ja über beide Systeme hier im Notizbuchblog schon sehr viel berichtet. Mein Taschenbegleiter ist trotzdem immer im Einsatz und wandert auch täglich mit – von zu Hause zur Arbeit. Bei Notizbüchern bevorzuge ich nämlich persönlich nach wie vor A5, für schnelle Notizen aber A6. Also benötige ich beides 😉

Der Taschenbegleiter  ist ideal für mein Zettelchaos, das ich einfach nur rein klemme. Diesen Vorteil bietet X17 nicht, dafür erscheint mir persönlich das Papier bei X17  besser.  Ich konnte seit meinem letzten Bericht nicht feststellen, dass die Papierqualität von Roter Faden besser geworden ist.  Aber das ist auch nicht weiter schlimm. Der Taschenbegleiter hat den großen Bonus, dass alles passt !

In Frage gekommen wäre natürlich auch noch das Midori Travellers Journal. Vielleicht probiere ich das auch noch aus, wer weiß.

Aber unterwegs bin ich neuerdings wirklich von X17 überzeugt.  Wer genauer über die Vor- und Nachteile von beiden Systemen etwas lesen möchte, sollte auf das Blog von Markus Rödder schauen. Er hat hier in einem tollen Artikel beide Systeme direkt einem Test unterzogen.

 

Wie ist das bei euch ? Habt ihr euer endgültiges System gefunden ? Tragt ihr immer ein Notizbuch mit euch herum?

 

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7 Antworten
  1. sasiflo sagt:

    Hi Julia,

    Das ist aber ein unfairer Vergleich 😉

    Dein neues X17 ist in diesem Fall ja nicht „besser“ als Dein alter Taschenbegleiter. Format A5 für jeden Krims, ist ja dann doch etwas ganz anderes, als Format A6, nur für Notizen.

    Ich denke, ein Taschenbegleiter im Format A6, hätte Dich genau so glücklich gemacht. Oder?

    Zur Zeit nutze ich selbst übrigens einen X17 A5 und einen X17 A6 *zwinker* *zwinker*, weil ich genau das selbe Problem zu lösen habe. Der Kleine ist immer dann dabei, wenn ich den Großen nicht schleppen mag. Der hat nämlich ebenfalls die Tendenz, aus allen Nähten zu platzen.

    Beide Systeme haben einen Nachteil gemeinsam: Das Format A5 ist zu dicht am echten Format A5 dran! Dein Bild zum Artikel macht das deutlich. Alles quillt irgendwie an der Vorderkante raus 🙁

    Das nervt mich total und hat mich bisher davon abgehalten mir den Taschenbegleiter zuzulegen. Obwohl ich sehnsüchtig von diesem wunderbaren Begleiter träume! Aber der Preis ist sehr sehr hoch, und bei einem – durchaus möglichen! – Sonderformat, noch viel höher. Und dann muss er schon sehr perfekt passen. Die Alternative ein iPad-Format zu verwenden, finde ich auch nicht so prickelnd, weil das dann schon wieder viel zu sehr von schlank und rank abweicht.

    … naja, das Träumen ist noch nicht zu Ende 🙂

  2. Uta sagt:

    Eines? Wenn das mal so einfach wäre. Ich habe für alles wichtige meinen Roten Faden, auch in A5, das ist mein externes Hirn. Aber für themenbezogene Notizen, also Projekte, die nicht länger dauern, da kommt immer mal wieder ein kleines Notizbuch zum Einsatz, dann noch 2 fürs Hobby und und und…

  3. bea sagt:

    mmmh, ich habe auch keine Lösung. Ich nutze ein X17 auf A5 mit 4 Heften, was bei den Belacroneinbänden Mist ist, weil die oben eindellen. Aber ich habe vorne auch zwei Hefte Kalender drin. So. Dann nutze ich A6-Notizbüche rund Oktavhefte, weil ich die eben auch entsorge, wenn voll. Sind halt nur für temporär wichtige Notizen. Manchmal auch A5-Kladden zum Notieren. Daneben bin ich unglücklich mit den X17 weil mir die 4er zu dick sind, aber drei hefte zu wenig sind. Hach. Es gibt nichts wirklich ideales 🙁

  4. Heike sagt:

    Hey Julia ! Schön wieder mehr Artikel von dir zu lesen 🙂

    Ich habe mein ideales System auch nicht gefunden. Aber ich glaube auch, dass man immer wieder einfach wechseln sollte und es gibt ja auch immer wieder etwas Neues auf dem Markt 🙂 Mir persönlich gefällt dein Taschenbegleiter super gut !

  5. Mac sagt:

    Ich bekomme meinen Roterfaden Taschenbegleiter demnächst. Dann werde ich auch mal mein X17 gegen antreten lassen. Ich denke aber auch, dass es das perfekte und individuelle Stück nicht geben wird. Da muss man sich wohl selbst was zusammenbauen. Spiele ja auch hier http://notizbuchseite.de/adventure-notebook/ schon mit dem Gedanken mir etwas selbst zu bauen.

  6. Andrea sagt:

    Also, aktuell nutze ich täglich für eine Umschulung einen Taschenbegleiter in A5. Stundenplan, wichtige Zettel, Notizhefte, Kalender und ein Skizzenheft für zwischendurch- passt alles perfekt, da ich meinen Taschenbegleiter mit drei Klammern mit zwei Elastix von X17 ergänzt habe- dank des Tipps hier im Blog!

    Daneben habe ich für diverse Projekte, u.a. ein Schreibprojekt und Literaturnotizen, mehrere(!) X17 in A5 in Gebrauch.

    Gut. Solange ich nicht mehrere Dinge unterwegs mitnehmen will, denn dann wird es schwer und mein Rucksack kommt an seine Grenzen…

    Doch der unschlagbare Vorteil beider Systeme ist ja die Flexibilität, und die Einlagen vom X17 passen auch in den Taschenbegleiter (umgekehrt ja leider nicht), also „puzzel“ ich mir das gerade Benötigte für unterwegs flexibel in den Taschenbegleiter, manchmal auch in den X17…und für den kleinen Notizbedarf hab ich noch einen X17 in A6 😉

    Fazit:
    Ich nutze beide Systeme intensiv und finde, sie ergänzen sich auch gut.
    Beide Systeme sind für Projekte und alles, was organisiert werden muss, für mich super, nur als Tagebuch nutze ich noch die Leuchtturm 1917 Bücher.
    Schreiben tue ich lieber in den X17, da mich beim Taschenbegleiter (als Linkshänderin) auch manchmal die Klammern stören. Da ist das System von X17 mit den Elastix für mich passender.
    Die Elastix haben nur einen Nachteil: Sie schmecken meiner Katze…
    gut, dass man sie einzeln nachkaufen kann 😉

  7. Isabella sagt:

    Ich nutze mit Leidenschaft die Taschenbegleiter (ja – gleich 2 davon im A5 Format). Einer ist für mich mein wirklicher Begleiter – ohne den verlasse ich das Haus nie.
    Der zweite ist für ein spezielles Projekt reserviert – muss daher auch nur mit, wenn ich projektbezogen unterwegs bin.

    Einen X17 habe ich auch noch – allerdings nutze ich den nur noch sehr selten, da mich hier wirklich stört, dass keine echten A5 Größe hineinpasst. Der ist eigentlich nur im Büro für als Kalender, für Meetings und Telefonnotizen. Aber das reicht als Berechtigung ja auch schon.

    Mein Favorit ist aber wirklich der Taschenbegleiter – zumal ich die verschiedenen Möglichkeiten zur „Individualisierung“ sehr schätze!

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