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Soll man seine eigenen Notizen aufbewahren oder alte Tagebücher wegwerfen? Mit dieser Frage beschäftigten sich kürzlich Redakteure der Stuttgarter Zeitung. Der Artikel „Gehässiges kommt auf den Grill“ wurde von Susanne Veil und Adrienne Braun geschrieben und erschien am 29. Januar im Magazin der Stuttgarter Zeitung. Er kann hier abgerufen werden: PDF der Stuttgarter Zeitung.

Die Frage greift das Notizbuchblog doch gleich auf, um eine neue Umfrage zu starten, die ihr in der Navileiste rechts (oben) findet: Soll man Tagebücher verbrennen? Ja oder Nein? Wie ist eure Meinung. Stimmt ab und sagt uns eure Meinung in den Kommentaren.
Übrigens: die alten Umfragen findet ihr im Umfragearchiv und die letzte Frage, ob mehr Frauen oder mehr Männer das Notizbuchbloglesen ging nach fast 1000 abgegebenen Stimmen fast 50:50 aus.

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Kategorie: schreiben, Umfrage  Tags: ,

Es ist schon eine Weile her, dass das Notizbuchblog über die Marke Letts of London berichtet hat. Angeblich können die Notizbücher und Kalender des englischen Herstellers bereits auf eine 200-jährige Geschichte zurückgreifen. Als Christian damals im Notizbuchblog über diese Bücher berichtet, habe ich mir über amazon (Werbelink) eines der Notizbücher im A6 Format bestellt, was mich rund 14 Euro zuzüglich 3 Euro Porto gekostet hat.  Damals konnte man nur das Notizbuch in einer lindgrünen Farbe bestellen. Mittlerweile gibt es eine stattliche Anzahl an Farben.  Jetzt kam das Notizbuch kürzlich in Gebrauch als Tagebuch und ich will euch erzählen, was ich davon halte.

Letts of London, A 6 , Fotos by Julia

Das Letts of London kommt sehr klein daher und ist sehr handlich. Es ist etwas größer als die üblichen A6 Notizbücher und passt perfekt in jede Tasche. Und obwohl es so klein und komprimiert ist, hat es eigentlich alles, was ich bei einem Notizbuch mag: eine Tasche um kleine Notizen, Eintrittskarten oder andere Dinge wie Karten und Fotos aufzubewahren, ein schönes grünes Lederbändchen und einen schlichten Einband.

Ich weiß, dass viele Leser des Notizbuchblogs Blankobücher bevorzugen, ich mag jedoch die linierten Bücher am liebsten (vielleicht, weil ich sonst so schräg schreibe ;)). Es gibt die Bücher aber auch kariert und blanko. Das Letts of London ist liniert und zwar recht eng. Es ist also eher für Leute mit kleinerer Schrift geeignet. Was mir besonders gut gefällt ist, dass auf  jeder Seite ein Datumsheader zu finden ist, wo man das Datum eintragen kann. Ich habe ein paar Fotos gemacht, weiß aber nicht, ob das so gut rauskommt.

Auf dem  172mm x 232mm cremfarbenen Papier schreibt es sich gut, es kratzt nicht und das Papier druckt zumindest mit Kuli und Fineliner nicht durch. Mit Füller habe ich noch nicht geschrieben, werde es aber in den nächsten Tagen mal ausprobieren. Bei Okami habe ich in ihrem Blog noch eine weitere Rezension auf englisch gefunden.  Da sieht man deutlich, dass Füller wohl leider durchdrückt.

Ich kann das Letts of London eigentlich nur empfehlen. Das einzige Manko ist, dass die 192 Seiten  recht schnell voll geschrieben sind, aber das kommt natürlich auch auf den persönlichen Gebrauch an.

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Leserin Martine schickte mir letztes Jahr einen Link auf den Artikel Handschrift – Schreibt das erst mal sauber ab! in der FAZ. Der Artikel wurde zur Zeit der Buchmesse 2010 veröffentlicht und dreht sich darum, dass trotz der Digitalisierung des Alltags immer noch viele Schriftsteller von Hand schreiben. Von ältern Autoren kennt man das, denn damals gab es keine Computer, und es gibt Archive, in denen die Handschriften einzusehen sind. Aber heute muss es für die Autoren einen Grund geben, von Hand zu schreiben. Welchen Grund mögen sie haben? Der Österreichische Autor Clemens Berger etwa sagt:

[…] „Weil ich das Haptische brauche, den Stift auf dem Papier, weil ich mit der Hand schneller und ununterbrochener schreibe, weil ich mit der Hand, einem Stift und einem Heft überall schreiben kann.“ […]

Der Dichter Lutz Seiler sagt:

[…] „Der Bleistift ist mir näher, es ist, als behaupte die Fassung aus dem Drucker bereits eine gewisse Autorität, sie möchte gern schon etwas sein und sperrt sich auf diese Weise gegen größere Eingriffe, während die handschriftliche Fassung vollkommen offen und befreundet bleibt und zugänglich für Änderungen jeder Art.“ […]

Der Artikel ist lesenswert. Aber so wie die Notizbücher trotz des Digitalen eine Renaissance erleben, wird eines Tages auch die Handschrift eine Renaissance erleben – und ihr werdet als Notizbuchfans dann die Avantgarde sein.

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@iris30606 twittert mit den Link auf den Artikel „Schreiben tut der Seele gut“ in der Welt am Sonntag. Der Artikel ist ein Interview mit Dr. Manfred Lamy dem „Schreibgeräteunternehmer“. Auf die Frage, ob digitales Schreiben (Tippen) nicht schneller geht, antwortet er:

[…] Da irren Sie sich! Für kurze Notizen eignet sich ein Handschreibgerät immer noch besser als eine Computer-Tastatur. Deshalb haben kluge Menschen auch heute immer noch einen Kugelschreiber dabei: Er ist sofort schreibbereit und damit das schnellste Schreibgerät überhaupt. […]

Vor ein paar Tagen hatte ich über den Luxus von Notizbüchern geschrieben, wo ich auf die „reinigende Wirkung“ des Schreibens hingewiesen hatte. Dr.Lamy fügt einen weiteren seelischen Aspekt hinzu:

[…] Denn gerade im sogenannten digitalen Zeitalter ist es besonders wichtig, dass der Mensch richtig schreiben lernt. Das ist auch für die seelische Gesundheit wichtig: Menschen müssen schreiben lernen, damit sie lernen, sich auszudrücken. […]

Den ganzen Artikel findet ihr auf der Seite der Welt am Sonntag.

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Jeder von uns verbindet traditionell bestimmte Dinge mit dem Wort Luxus: Geld, Kaviar, schnelle Autos, Champagner, Schmuck, etc. – in den letzten Jahren hört man im Zusammenhang mit dem Wort Luxus aber immer wieder Begriffe wie: Zeit, Stille, Freiheit, Freizeit, Ruhe. Die Welt ist hektischer geworden, schneller und unübersichtlicher. Es passiert nicht mehr als früher, aber heute kann man von allem etwas mitbekommen. Die Arbeitstage sind durchgetaktet und die Freizeit muss geplant sein, damit sie effizient genutzt werden kann. Kritiker bemängeln häufig auch die Durchökonomisierung des Lebens, die jeden in den Stress versetzt, seine Zeit möglichst sinnvoll zu nutzen.
Dass das alles nicht wirklich jeden glücklich macht, zeigen Yoga-Kurse und Wellness-Angebote, Burn-Out und andere stressbedingte Krankheiten. Der Mensch sucht nach Entspannung vom Stress des Lebens.
Was hat das alles mit Notizbüchern zu tun? Wenn jemand von euch unverplante, frei gestaltbare Zeit als Luxus empfindet, dann ist das Schreiben in ein Notizbuch der Luxus pur. Nach einem anstrengenden Tag suchen sich viele Tagebuchschreiber einen ruhigen Platz und nehmen sich die Zeit, langsam ihre Gedanken in ein Notizbuch zu schreiben. So zwingt der Schreibende die Gedanken zur Ruhe, bremst sie förmlich aus, denn so schnell könnte er nicht schreiben, wie er denken kann. Beim Schreiben zwingt er die Gedanken zudem in eine Form, die niedergeschrieben werden kann, und strukturiert sich damit selbst. Das Schreiben wirkt dann wie eine Art Reinigung der Gedanken, denn zum Schreiben werden sie in der Regel klar formuliert.
Es ist Luxus seine kostbare Zeit mit Schreiben zu verbringen. Schreiben ist fast schon ein Anachronismus geworden, den nur die wenigsten zu schätzen wissen.

Seht ihr das auch so? Sind Notizbücher für euch Luxus? Nutzt ihr Notizbücher oder Tagebücher, um zu entspannen?

Bin gespannt auf eure Rückmeldungen.

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Leser Reinhold schickte mir den Link auf The Art of the Cahier. Darin berichtet der Autor, wie er von der Nutzung eines Notizbuchs überzeugt wurde:

[…] When I began working with Toyota in the late 1990s, I was immediately struck by the fact that every Japanese executive I met carried an A6 sized notebook and seemed to write everything down in it. I picked up the habit. […]

Besonders angetan hat es der Kreativitätsschub, den er aus der Nutzung von Notizbüchern erfährt. Es gibt nur zwei Regeln, die zu beachten sind:

  1. Kauf dir ein Notizbuch
  2. Fange an, es zu benutzen

Für diejenigen, die nichts mit dem analogen Büchlein anzufangen wissen, gibt er sieben Anregungen für die sieben Tage der Woche. Jede Anregung ist ein Zitat einer berühmten Person. Als Anregung für die Anfänger unter euch sicher sehr interessant. Und für die Profinutzer unter meinen Lesern sicher eine Bereicherung und Bestätigung.


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In der heutigen Ausgabe der FAZ (Feuilleton, S. 30 links oben) schreibt Rolf Dobelli in der Rubrik „Klarer Denken“ einen Artikel mit dem Titel „Warum Ihr Tagebuch Sie zu einem besseren Prognostiker machen kann“. Der Titel hält nicht ganz, was er verspricht, aber immerhin lernt man, was es mit dem Rückschaufehler auf sich hat:

[…] Der Rückschaufehler ist einer der hartnäckigsten Denkfehler überhaupt […] Denn im Rückblick scheint alles einer leicht nachvollziehbaren Notwendigkeit zu folgen […]

Doch was hat das mit Tagebüchern zu tun? Dobelli zitiert als Beispiel aus dem Tagebuch seines Großonkels, der die Lage im Paris des Jahres 1940 völlig falsch einschätzt. Und er empfiehlt Tagebücher, um das eigene Urteilsvermögen zur Schärfung des eigenen Bewusstseins zu verwenden; des Bewusstseins, dass wir das Geschehen in unserem Leben und der Welt nicht vorhersehen können:

[…] Doch noch ein Tipp, mehr aus persönlicher Erfahrung: Führen Sie ein Tagebuch. Schreiben Sie Ihre Vorhersagen – zu Politik, Karriere, Körpergewicht, Börse – nieder. Vergleichen Sie Ihre Notizen von Zeit zu Zeit mit den tatsächlichen Entwicklungen. Sie werden erstaunt sein, welch schlechter Prognostiker Sie sind. […]

Und er empfiehlt auch die Geschichte so zu erfahren: aus Tagebüchern und Protokollen etc. – aus authentischen Dokumenten:

[…] Das wird Ihnen ein viel besseres Gefühl für die Unvorhersehbarkeit der Welt geben […]

Schöner Artikel. Beruhigend und auf eine gewisse Art und Weise befreiend.

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Bei Schöner Denken findet sich der interessante Artikel Der Maulwurf in der digitalen Welt. Autorin Nicole hat darin ihre Leser gefragt, was sie in ihre Notizbücher schreiben:

[…] Die Flut an Notizbüchern, die es heutzutage überall, am Bahnhofskiosk, im Was-die-Welt-nicht-braucht-Laden oder traditionell in der Papeterie zu kaufen gibt, hat uns vor die Frage gestellt, wer und vor allem was wer da wie in die Moleskines et al. hineinschreibt. Ein klasse Thema für eine Blogparade, haben wir uns gedacht und unsere Leser gebeten, uns zu erzählen, was Ihnen ihr Notizbuch bedeutet, wofür sie es verwenden und was mit ihm passiert, wenn es voll ist. […]

Der Artikel enthält einige weiterführende Links auf die Blogger, die zum Thema beigetragen haben. Viel Spaß beim Stöbern!


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Die karrierebibel schrieb die Tage über Notizblog – Warum wir Erfahrungen aufschreiben sollten . Es geht dabei gar nicht nur um das Bloggen an sich, sondern um das Aufschreiben von Gedanken und Erfahrungen im Notizbuch! Sehr lesenswert!

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@the99percent zitierte aus einem Interview mit Alain de Botton beim happiness project. Vielleicht kennt (Werbelink) einer von euch seine Bücher Wie Proust Ihr Leben verändern kann. Eine Anleitung. (Werbelink) oder die Kunst des Reisens (Werbelink).
Alain de Botton hat also beim happiness project ein Interview gegeben und seine Antwort auf die „Gretchen“-Frage „What’s a simple activity that consistently makes you happier?“ antwortet er:

[…] I am never happier than when I give myself time to be on my own, with a pad and paper, with the space to think. This sounds easy, but it’s very easy to feel that this is unproductive. […]

Wenn er alleine mit seinem Block ist und Zeit zum Nachdenken hat – dann ist er glücklich. Das Glück ein Notizbuch zu haben, können sicher die meisten meiner Leser nachvollziehen. Wann lösen Notizbücher bei euch Glücksgefühle aus?


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