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Im Blog der paperworld fand ich den Hinweis auf eine Studie der GfK, die im Auftrag von Staedtler durchgeführt wurde:

[…] Despite smartphones, tablets & co., 94 percent of Germans still rely on traditional writing instruments like pencils and ballpoint pens. This was the result of a representative survey carried out by the market research company GfK SE on behalf of STAEDTLER. […]

Die Pressemeldung mit interessanten Details könnt ihr euch als PDF anschauen. Für die Umfrage wurden fast 1000 Leute befragt.

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Bei Design Milk fand ich den Hinweis auf die neue Post-It Plus App:

[…] Capture your notes – Use the app to capture the Post-it® Notes from your work session.

Organize your thoughts – Arrange, refine and organize the notes on your board — any way you see fit.

Share with everyone – Share your organized board with your team. Then share to your favorite application. […]

Schöne Idee und noch dazu kostenlos: man fotografiert eine Wand mit Haftnotizen. Diese werden digitalisiert und man kann sie dann einzeln auf dem Mobilgerät anordnen, teilen, etc. . Ein paar gute Fotos zum System gibt es bei disgn milk. Die Idee wird in diesem youtube Video erklärt:

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Moleskine verschickte vor einigen Tagen einen Newsletter mit dem Hinweis auf ein neues Großprojekt: das Moleskine Voyageur. Dabei geht es nicht nur um ein neues Notizbuch. Es geht um den Ausbau der “Moleskine Community”. Geschickt verbindet Moleskine den Bedarf, die analoge und digitale Welt zu verknüpfen, sowie den Megatrend der Mobilität. Das Buch an sich ist ein Reisebuch, wie es viele gibt (sogar schon von Moleskine) oder die man sich aus Roterfaden und X17 Infrastruktur selbst zusammenstellen kann. Und neulich hat Christian ja auch über das TripBook: Ein Reisenotizbuch der besonderen Art berichtet.

Moleskine verbindet nun die beiden Welten so. Analog ==> digital: für Fotos gibt es ein “I am here” Pfeil mit dem Buch, den man auf Fotos ins Bild halten kann. Na ja. Witzig. Digital ==> analog: Die andere Möglichkeit ist schon geschickter. Über den Moleskine MSK Dienst kann man sich seine Unterlagen derart ausdrucken, dass sie genau in das zugehörige Voyager Notebook passen. Das könnte schon interessanter sein. Wenn man ein normales Din A6/5/4 Buch nimmt, kann man das aber auch mit jedem normalen Testeditor erledigen und Standardformate drucken.

Hier das obligatorische Youtube Video

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Wie oft habe ich schon getwittert “Notizbücher sind Avantgarde”? Ich weiß es nicht. Bestätigt sehe ich mich bei Artikeln zu Stift und Papier, wenn diese in amerikanischen Tech-Blogs erscheinen. So neulich wieder geschehen bei TheNextWeb in Does your to-do list make you sad? Here’s how to change that. Der Autor erzählt von seiner Erfahrung mit digitalen Aufgabenlisten und wie diese ihn einfach irgendwann überfordert haben. Und was macht der gute Mann? Nein, er schreibt nicht eine neue App, was die übliche Reaktion amerikanischer Technologiefreaks ist, sondern:

[…] I switched back to something I used throughout grade school – a pen and a notebook. […]

Erst mit Papier und Stift hatte er das Gefühl, die Kontrolle über sein Tun zurückzugewinnen:

[…] When I started writing my to-dos down on paper, I felt a sense of control. […]

Er zitiert etwas Literatur, nach der zu viele geöffnete Apps und Software die eigene Leistungsfähigkeit reduzieren, weil sie Aufmerksamkeit beanspruchen, auch wenn sie nur im Hintergrund laufen. Und wenn man permanent (wie ich auch) im digitalen Raum arbeitet, ist die Trennung der Selbststrukturierung (analoge Welt) vom Arbeitsraum (digitale Welt) sehr hilfreich. Im Artikel heißt es

[…] Each tab or app you have open is a form of interruption. Moving your to-do list to a different medium from where you do work helps separate it from your working memory. […]

Und zuguterletzt hilft Papier, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren:

[…] Writing your to-do list on paper has it’s limits, but that’s not always a bad thing. Researchers at Princeton and UCLA recently found that taking notes by hand versus on a laptop helped students retain more information because taking notes forces you to actively listen and decide what’s important. […]

Die zitierte Studie findet sich unter The Pen Is Mightier Than the Keyboard. Die knappe Zusammenfassung:

[…] In three studies, we found that students who took notes on laptops performed worse on conceptual questions than students who took notes longhand. […]

“longhand” heißt “mit der Hand” bzw. “Handschrift”. Außerdem betont er, dass das Abhaken der Aufgaben eine tolle Motivation ist, wie er auch mit dem Vortrag Teresa Amabile: Track Your Small Wins to Motivate Big Accomplishments belegt.

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Seedmatch ist eine Crowd Funding Plattform wie Kickstarter. Meine Kollegen Olaf und Marcel haben mich auf das dort laufende Projekt Vibewriter aufmerksam gemacht:

[…] Der erste Stift, der vibriert, wenn man sich verschreibt! Ein neuartiger Digital-Stift, der Handschrift völlig eigenständig erkennt und in Verbindung mit Apps ungeahnte Anwendungsmöglichkeiten bietet. […]

Vielleicht ist das Wunderwerk was für euch? Das Finanzierungsziel ist zumindest schon erreicht.

Vibewrite Seedmatch-Film from Daniel Kaesmacher on Vimeo.

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(via design milk). Der Stift 800+ der deutschen Firma rOtring ist eine Kombination aus Stylus und Bleistift mit einer besonderen Eigenschaft:

[…] Premium mechanical pencil + stylus hybrid, combining both modes at the same end with a unique retractable mechanism. Precision stylus tip for high accuracy, control and speed. Soft tip glides smoothly and is compatible with all capacitive touchscreens. […]

Alles an einem Ende! Sowohl der analoge Bleistift als auch der Schreibkopf für das digitale Schreiben und Skizzieren auf berührungsempfindlichen Bildschirmen. 70 EUR soll der schöne Stift kosten. Mir gefällt die technische Kühle und metallische Anmutung des Stiftes, wie man sie typisch bei rOtring Stiften findet.

Und bei Youtube gibt es das passende Video:

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TheNextWeb berichtet in Evernote and Moleskine’s new business notebook gives you more ways to share and organize pages, dass es eine neue Funktion in der Zusammenarbeit zwischen Evernote und Moleskine gibt:

[…] The key difference is that each page is separated into different sections, giving you the option to share only a part of your handwritten notes with other people. […]

Nach dem Fotografieren der Notizbuchseite in Evernote kann man also definieren, dass man etwa den oberen Teil einer fotografierten Seite teilen kann, den unteren aber privat hält. Wie das funktioniert, seht ihr in diesem Video.

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Nach der Lektüre von Need to get focused? First go analog habe ich mich in einer Klick-dich-durch-die-Links-Orgie in den Tiefen des Internets verloren, bis ich irgendwann bei der Medienarchäologie kultureller Übertragungstechniken gelandet war, wo der Stift eine “Prothese des Menschen” ist:

[…] Wenn zwischen Hand und Schrift keine bloße Prothese des Menschen mehr tritt, wie es der Stift für die Finger an der Hand ist, sondern eine Appartur dazwischentritt, welche die Handschrift buchstäblich übersetzt, kommt ein distanziertes, insofern medienarchäologisch faßbares Verhältnis zu Buchstaben als diskreten Elementen in all ihrer signifikanten Arbitrarität zustande. Hier findet also das Verhältnis von Medium und Übertragung – das Thema dieser Vorlesung – auf einer mikrophysikalischen Ebene statt. […]

Aber zurück. Wie das Wall Street Journal in How Handwriting Trains the Brain schreibt, belegen mehrere Studien, dass Handschrift großen Einfluss auf das Lernen und andere Gehirnfunktionen hat:

[…] Using advanced tools such as magnetic resonance imaging, researchers are finding that writing by hand is more than just a way to communicate. The practice helps with learning letters and shapes, can improve idea composition and expression, and may aid fine motor-skill development. It’s not just children who benefit. Adults studying new symbols, such as Chinese characters, might enhance recognition by writing the characters by hand […]

Es wirkt also auch bei Erwachsenen und nicht nur bei Kindern! Die Gründe für die positiven Effekte der Handschrift liegen im sequentiellen Charakter des Schreibens – man muss mehrere Linien für einen Buchstaben ziehen, statt ihn nur mit einem Druck auf der Tastatur zum Leben zu erwecken:

[…] Virginia Berninger, a professor of educational psychology at the University of Washington, says handwriting differs from typing because it requires executing sequential strokes to form a letter, whereas keyboarding involves selecting a whole letter by touching a key.
She says pictures of the brain have illustrated that sequential finger movements activated massive regions involved in thinking, language and working memory—the system for temporarily storing and managing information. […]

Am Ende des Artikels werden auch noch “Apps” erwähnt, bei denen man die Buchstaben mit dem Finger “malen” muss. Auch so kann man lernen. Aber ganz ehrlich: warum digital, wenn analog viel einfacher und günstiger möglich ist? Wegen des “Gamificiation” Effekts: die Kinder meinen, das Schreiben ist ein Spiel und lernen dann angeblich lieber schreiben als bei der scheinbaren Pflichtveranstaltung “Schreiben auf Papier”.

Das Schreiben und Kritzeln von Hand wirkt auch bei mir immer wieder sehr positiv: ich werde ruhiger, konzentriere mich besser, strukturiere mich besser selbst und zwinge mich, klarer und präziser zu sein. Aber das funktioniert nicht bei jedem, wie man etwa in Why I’m Eschewing the Analog Workflow lesen kann (eschew = scheuen / meiden).

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Leser Michael hat letzte Woche über das Boogie Board geschrieben. Und kaum war der Artikel da, fand er schon ein ähnliches Gerät, über das er heute berichten möchte: Sony Digital Paper. Dazu findet ihr auch Infos bei gizmodo. Hier der Artikel von Michael:

[…] Kaum ist die Rezension des Boogie Boards Sync wenige Tage auf dem Blog, lang die Information zu einem ähnlichen Produkt ein, dem Sony Digital Paper.

Mit 13,3″ als großer Bruder des Boogie Board Snyc 9,5″ zu bezeichnen, schlägt dieses Produkt in die gleiche analog-digitale Kerbe. Es bietet die Möglichkeit Dokumente als PDF zu speichern sowie mit Notizen zu versehen. Aufgrund seiner Größe sollte auf dem Bildschirm eine A4-Seite bequem PLatz haben, welche dann mit dem beigefügten Stift beschrieben werden kann.

Aus dem Bildern von dem Gerät ist auch ersichtlich, dass man nicht nur in der Lage ist, Anmerkungen zu bereits bestehenden Dokumenten zu machen, sondern auch eigene Notizen/Memos anzufertigen.

Laut Beschreibung soll auch eine Speicher- sowie Share-Funktion inkludiert sein.

Das Sony Digital Paper kommt dadurch als eine Art digitale Unterschriftenmappe daher und bietet gegenüber dem Boogie Board klar gewisse Vorteile. Einmal die Möglichkeit Dokumente auch anzuzeigen sowie eine Radiergummi-Funktion des zugehörigen Stylus.

Fraglich ist, wer für dieses Gerät, dessen Funktionen wohl auch von jedem Tablet nachgebildet werden können $ 1.100,- auf den Tisch legt. Dennoch erscheint das Sony Digital Paper richtungsweisend auch für jene Funktionen, die man in zukünftigen Boogie Boards gerne sehen würde, hoffentlich aber für einen etwas kleinere Preis. […]

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Leser Michael wird zum Top-Leserezensenten :-) Er hat heute eine neue Rezension für uns:

[…] s gibt nun schon viele Ansätze, die Brücke zwischen digital und analog zu schlagen und ebenso viele Meinungen dazu. Doch egal ob man Notizbuch-Verfechter oder digitaler Revoluzzer ist, den meisten Vielschreibern ist immer noch die handschriftliche Notiz die liebste Aufzeichnungsart.

Und hierzu existieren, wie erwähnt, vielerlei Möglichkeiten, die teilweise praktisch, teilweise kompliziert und teilweise auch etwas abstrus sind.

Das Boogie Board von Improve Electronics kann man gut und gerne als einen Vertreter der praktischen Sorte bezeichnen, wenngleich man doch einige Abstriche machen muss bei dem Gerät.

Mit einem Preis von ca. € 109,- kommt der neueste Vertreter der Boogie Board-Produktlinie mit 9,5 Zoll erfreulich leicht und dünn daher, sogar das neueste iPad dürfte dicker sein. Farblich in orange-schwarz gehalten und mit einem speziellen Stift versehen ist das Boogie Board Syn auch ein Blickfang, der es direkt sympathisch macht gleich darauf zu arbeiten.

Auch wenn man das Gerät wohl als ‘Magna-Doodle Zaubertafel für Erwachsene’ bezeichnen könnte, hat es doch nichts Albernes an sich. Im Gegenteil, die Handhabung ist sehr intuitiv, schnell gelernt und die Eingabe mittels Stift funktioniert gut.

Man kann das Sync auch benutzen ohne es einzuschalten, hier ist es aber dann wirklich nicht viel mehr als die Zaubertafel und das ohne Löschfunktion. Ist das Gerät aber einmal aufgeladen und eingeschaltet, kann sofort losgelegt werden. Der Stift wird gut erkannt, wobei ein kleines LED an der linken Seite immer aufleuchtet und damit signalisiert, dass der Stiftstrich aufgezeichnet wird. Darunter finden sich noch zwei Tasten, mit denen man den Bildschirm löschen kann sowie das gerade Geschriebene abspeichern. Ein simpler Knopdruck genügt und die jeweilige Notiz wird in ein – fortlaufend nummeriertes – PDF umgewandelt und am Gerät gespeichert. Selbst gelöschte Notizen werden als PDF erfasst, sodass auch ‘Fehl-löschungen’ kein Problem darstellen.

Die Notizen können leider nicht wieder auf die Schreibfläche des Snyc geholt werden, dieses dient damit nur als reines Eingabegerät. Eine nachträgliche Durchsicht oder Korrektur von einzelnen Seiten ist also nicht möglich, ebenso fehlt eine ‘Radiergummi-Funktion’ beim Stift und kleinere Fehler auszubessern. Hier muss also durchgestrichen oder überschrieben werden.

Will man die Notizen weiter verwenden, so kann man das Gerät entweder mittels Bluetooth oder mittels USB mit dem Computer, Smartphone oder Tablet verbinden. Zu jedem Gerät – ungeachtet ob PC oder Mac – steht eine Gratis-Software bzw App zur Verfügung.

Die Software und App leisten grundsätzlich die gleichen Dienste. Die einzelnen PDF können auf das Gerät geladen werden um dort dann eingesehen zu werden. Auch ist es möglich, die PDF via Mail zu versenden oder (auch automatisch) an die Software Evernote zu übertragen. Was hingegen schmerzlich vermisst wird, ist eine Verbindung zu Dropbox, dies kann aber mittels der Mail-to-Dropbox-Funktion zumindest nachgebildet werden. Bei der Software für den Computer besteht auch noch die Möglichkeit, ‘live’ zu zeichnen, etwa über einen Beamer. Hierzu muss das Board lediglich direkt verbunden sein,

Ebenfalls fehlt die Option, die einzelnen Notizen in einem mehrseitigen PDF zu vereinen. Gerade bei einer umfassendere Mitschrift würde dies die Arbeit mit den PDF ungemein erleichtern. Diese Funktion soll allerdings, laut Hersteller, in Planung sein.
Was allerdings äußerst positiv auffällt ist die ‘Sauberkeit’ der erfassten PDF. Denn auch wenn primär der Stift erkannt wird, auch die aufgelegte Handfläche verursacht beim Schreiben Spuren, die jedoch im PDF weggefiltert werden.

An Accessoires gibt es für das Board derzeit noch eher wenig. Erwähnenswert ist jedenfalls das Sync-Folio, die dringend benötigte Hülle für das Gerät, welche sich mit nochmals ca. € 30,- zu Buche schlägt und als Sleeve daherkommt, aus welchem das Sync herausgezogen werden kann. Eventuell wäre hier ein Wraparound á la Smartcover für Tablets besser gewesen.

Die Produktreihe Boogie Board ist damit schon einen gewissen Weg gegangen, beginnend mit dem einfachen Boogie Board, hin zum RIP-Modell mit PDF-Exportfunktion, über den Handzettel-Ersetzer Jot (ohne Speicherfunktion) um nun beim Sync mit PDF-Export und Evernote-Verbindung anzukommen. Dieser Weg ist sicherlich noch nicht zu Ende, man darf also gespannt sein, was noch an Nachfolgern des Snyc zu erwarten ist. Wichtig wären eben noch die genannten Funktionen und eventuell auch eine zusätzliche Anbindung zu OneNote, welches nunmehr ja auch für Mac und generell gratis von Microsoft angeboten wird.

Zusammenfassend ist das Boogie Board Sync sicher eine gute Empfehlung für jeden, der einerseits auf Gadgets steht, gerne mit Evernote & Co arbeitet und dem Zettelchaos gerne Herr werden möchte. Auch ist es eine interessante Alternative zu Entwicklungen wie Smartpens á la Lifescribe und Smartpaper wie Whitelines. Dennoch, im Zweifel tut es ein althergebrachter Notizblock wohl auch.

[…]


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger

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