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Die Handschrift ist immer mal wieder ein wichtiges Thema im Blog. Eine besondere Variante beim Schreiben ist die Schnellschrift, mit der man Silben verkürzt erfassen kann, die Stenografie (Wikipedia):

[…] Stenografie oder Stenographie […] ist eine aus einfachen Zeichen gebildete Schrift, die schneller als die herkömmliche „Langschrift“ geschrieben werden kann und es ermöglicht, in normalem Tempo gesprochene Sprache mitzuschreiben oder eigene Ideen schneller zu notieren. […]

Bei heise.de las ich die Tage den Artikel Schneller als der Computer: Stenografie-Nachwuchs ist gefragt, in dem auch der Dortmunder Stenographenverein erwähnt wird, der durchaus noch sehr aktiv ist. Es gibt in Deutschland aber auch noch andere Vereinigungen, wie etwa den Südwestdeutscher Stenografenverband.

Ich meine, ich hatte mal alte Stenografie Lehrbücher in meiner Sammlung, konnte sie aber beim Schreiben dieses Artikels auf Anhieb nicht finden. Kann jemand von euch Stenografie?

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In einem der größten Tech-Blogs der Welt las ich den Artikel Social Experiment Turns Strangers‘ Emails Into Handwritten Notes. Darin wird vom Snail Mail My Email Projekt berichtet, das es seit 2011 gibt. Das Projekt will dazu animieren, wieder mehr Briefe handschriftlich zu verfassen, statt E-Mails zu schicken. Der Weg dahin führt über einen Umweg: das Projekt fordert auf, EMails an die Projektunterstützer zu schicken, die die Mails dann in handschriftliche Briefe abschreiben:

[…] For one week only (Nov. 11-17, 2013), we invite you to type a message to anyone— family, friend, secret crush, or congressional representative— and send it to us. We’ll then handwrite your message and post it via regular mail to the recipient of your choosing, for free! […]

Die Initiative erinnert mich an das The Hand Written Letter Project. Der Initiator Ivan Cash hat Sorge, dass das digitale Zeitalter die persönlichen Beziehungen schwächt und setzt auf die Handschrift als Träger zwischenmenschlicher Beziehungen:

[…] The Snail Mail My Email project aims to reignite the lost art of letter writing, reminding us of the power of personal connection in a digital world. […]

Das Buch gibt es auch bei amazon (Werbelink). Der oben erwähnte Artikel bei mashable verlinkt auch das folgende vimeo Video, in dem Passanten die digitale und analoge Briefewelt aus ihrem Alltag kommentieren.

Wann habt ihr euren letzten handschriftlichen Brief bekommen?

Snail Mail vs. Email from ivancash on Vimeo.

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Schon vor Monaten schickte mir Leser Artour den Link auf den Artikel ERFAHRUNGSBERICHT – Ein Leben ohne Zettel im Handelsblatt. Der Autor berichtet darin, wie er die analoge Welt mit seinen Notizen komplett verlassen hat und in das digitale Universum gewechselt ist. Er beginnt mit diesem Zustand:

[…] Die Seele meines Büros, das waren: Stapel aus Büchern und Magazinen; Berge aus Zetteln, Kostenstellenberichten, Textausrissen; Mappen voll loser zerknautschter und zerknitterter Rechnungen und Notizen. Und zwischen den Stapelschluchten leuchteten gelbe Zettel auf der Schreibtischplatte wie Taxis im Schatten der Wolkenkratzer auf den Straßen Manhattans. Ich fand mich gut in dieser Stapel-Welt zurecht, sie hatte ihre Ordnung. […]

Und es endet damit:

[…] Zwar liegt nun hin und wieder Papier auf meinem Tisch – etwa, weil ich meinen allzu rückständigen Kollegen diesen Text gerade zum Gegenlesen ausdrucken musste. Meine wichtigsten Unterlagen aber liegen nun im Netz. Ich lese auf iPad und Kindle, und mein privates Digitalisierungssystem funktioniert bestens. Wenn ich das wieder ändern würde, wäre das so, als tauschte ich mein superdünnes Macbook Air gegen eine Schreibmaschine. […]

Nun ja, da hat wohl einer sein Glück gefunden. Im Artikel geht es nicht nur um Notizen, sondern auch um alles andere, was man nicht mehr auf Papier braucht, etwa Fahrkarten. Und wer konsequent umsteigen will, braucht auch die passenden Apps und einen Stift.

Ich verrate euch was: auf meinen Schreibtisch im Büro liegen auch kein Papierstapel, in erster Linie, weil ich Ordnung habe. Ihr findet da aber einen kleinen Stapel von Zetteln mit einem Stift für schnelle Notizen – sowie natürlich mein Notizbuch und ein Füller. Ohne letztere geht gar nichts. Ich habe Evernote installiert und nutze es nur als Linksammlung. Onenote habe ich ebenfalls installiert und nutze es gar nicht. Dafür hängen die Wände voll von Notizplakaten mit Skizzen, Ideen, Diagrammen und Zeichnungen. Ich hätte das nie digital so vor Augen – und meine Kollegen und Besucher auch nicht. Vorteile der digitalen Welt hin oder her – aber meine Wandzeichnungen möchte ich zur Zeit nicht missen.

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Bei galleycat (via @wiredprworks) fand ich den Link auf den Artikel Will social media kill writers’ diaries?.
Heutzutage schreibt ja jeder alles sofort öffentlich online. Egal, ob PRISM oder andere Datensammler aktiv sind, egal, ob es peinlich wird und Fremdschämen auslöst. Die Autorin selbst führt (noch) kein analoges Tagebuch, denn

[…] there’s something deeply satisfying about the instant feedback one can get from social media friends […]

Aber alles will sie dann doch noch mit den Menschen da draußen teilen:

[…] Yet part of me is intimidated by the idea of sharing all of myself with an audience. The privacy of a good old-fashioned diary for my unfiltered thoughts is incredibly appealing […]

Das Gefühl, nicht alles teilen zu wollen, eint aber viele Menschen, die schreiben – egal ob als Schriftsteller oder als private Aktivität. Tagebücher sind etwas sehr Intimes und sollten es auch bleiben. U.a. deshalb finde ich die Idee, online mit einem Cloud Dienst Tagebuch zu führen einfach absurd. Ich hätte zum einen große Verlustängste, dass das Geschriebene irgendwann weg sein könnte. Zum anderen möchte ich nicht, dass meine Gedanken einem Hacker zum Opfer fallen oder auf einem modernen Pranger erscheinen (irgendwelche XYZ-Plags oder ähnlich pseudo-Crowd-Wohltaten-Seiten).
Meine Tagebücher haben ihre eigene Form. Freie Assoziationen teilen sich eine Doppelseite mit Gedankensortierungen, klassische Tagebucheinträge (gibt es sowas?) treffen auf Ideenskizzen, Aufgabenlisten stehen neben Gedanken und Geschehnissen, an die ich mich später wieder erinnern will. All das und noch viel mehr möchte ich nur für mich – ohne Rücksicht auf Konsistenz, Analysierbarkeit oder Verwertbarkeit. Manchmal ist Schreiben einfach nur Selbstzweck; selten, kommt aber vor.

Ich glaube nicht, dass Social Media das Tagebuchschreiben obsolet machen. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Gründe fallen mir ein, warum jemand analog für sich schreiben sollte. Was ich von digitalen Tagebüchern halte, wisst ihr spätestens seit Facebook Timeline – Tagebuch der Moderne?.

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Nach dem digital-analog Artikel zum digipen heute Morgen, gibt es hier noch ein Artikel zu einem digitalen Werkzeug, das die Handschrift erkennen will. Allerdings muss man dazu direkt auf einen Bildschrirm schreiben: Sometimes It’s Easiest to Just Write It Down:

[…] Handwriting input lets you translate a written expression, even if you don’t know how to type the characters. […] you can simply draw these characters on your screen and instantly see the translation […]

Ich will ehrlich gesagt, gar nicht auf Bildschirme schreiben,obwohl die Funktion oben für chinesische Zeichen, die man übersetzen will, sicher toll ist.

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Via visual.ly

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Bei BARKING UP THE WRONG TREE fand ich den interessanten Artikel Is writing the best way to reduce worry and keep staying positive?, in dem drei Studien zitiert werden, die zeigen, dass Schreiben Sorge/Angst reduzieren und insgesamt glücklicher machen kann:

[…] Writing down a few things every day is the secret to staying positive […]

Der erste Rat im Artikel lautet „Write down your worries“. In der zugehörigen Studie heißt es, dass Studenten, die vor einer Prüfung über ihre Ängste geschrieben haben, während der Prüfung besser damit umgehen konnten. Der zweite Rat lautet „Write down the good things that happen“:

[…] Every night for the next week, set aside ten minutes before you go to sleep. Write down three things that went well today and why they went well. […]

Dabei macht es keinen Unterschied, ob riesige Ereignisse oder kleine Vorkommnisse niedergeschrieben werden. Und der dritte Rat lautet „Write down the things you’re looking forward to“, denn

[…] People who devote time to anticipating fun experiences are happier. […]

Im Blog findet ihr auch eine Menge anderer interessanter Infos zum Schreiben. Und im Artikel oben sind auch viele weitere passende Artikel verlinkt.

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Leser Ralph schickte mir einen interessanten Link auf den Web Comic XKCD: The Pace of Modern Life. Darin werden verschiedene Zeitgenossen seit 1871 zitiert, die jeweils das zu der Zeit moderne Leben kritisieren. 1871 schreibt tatsächlich jemand:

[…] the art of letter-writing is fast dying out […]

Der Autor von The art of letter-writing is fast dying out hat den XKCD Comic auch gelesen und daraus ein paar motivierende Schreibanweisungen generiert.

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Man muss sich immer wieder wundern, welche Meldungen ihren Weg in die Welt finden. Eine Sensationsmeldung für Notizbuch- und Tagebuchfreunde findet sich auf Emma Watson has Imposter Syndrome, dort wird sie wie folgt zitiert:

[…] I’ve always kept and collected things, and I’ve always been interested in the idea of diaries. I must have 10 different personal diaries: I keep a dream diary, I keep a yoga diary, I keep diaries on people that I’ve met and things that they’ve said to me, advice that they’ve given me.
“I keep an acting journal. I keep collage books. They’ve given me a place in which I can try to figure myself out, because those kinds of ideas feel too personal to put out into the public or even discuss with anyone else. It allows me to get things out of my head and work them out in a way that feels safe, which is really helpful. I can kind of try things out and play around with things.[…]

Interessant ist vor allem der Zusammenhang, in dem sie über ihre obsessive Tagebuchleidenschaft spricht: sie leide angeblich unter dem sogenannten „imposter syndrome“ (s. auch Wikipedia), am ehesten zu umschreiben als Hochstaplerphänomen oder auch das Gefühl, eine Mogelpackung zu sein. Offensichtlich klärt sie in einem ihrer Tagebücher ihr Verhältnis zur Welt. Vielleicht bewältigt sie so die Angst des Hochstaplers vor dem Auffliegen, wenn sie sagt, dass sie Dinge im Tagebuch verarbeitet, um sich sicher zu fühlen.

Andere brauchen dafür Alkohol oder Tabletten, Diaristen nehmen ihr Tagebuch!

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Wenn Technologieblogs über die analoge Welt schreiben, muss es sich entweder um besonders hippe Dinge handeln oder die Überlegenheit der digitalen Welt proklamiert werden. Dieses mal zeigt sich ein Blogger des bekannten Blogs ReadWriteWeb in My Teenage Son Does Not Know How To Mail A Letter – I Blame Technology geschockt darüber, dass sein Sohn im Teenager Alter nicht weiß, wie man einen Brief mit der Post verschickt:

[…] I’m not sure who to blame. His mother, perhaps, or the public school system. But it turns out that my son – days away from graduating from High School- does not know how to send mail through the U.S. Postal Service. […]

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sogar darüber lachen. Er beschreibt dann den Dialog, in dem er seinem Sohn versucht zu erklären, wie man den Umschlag beschriftet. Das hört sich derart überzeichnet an, dass man fast glauben möchte, der Dialog ist erfunden. Und dann dämmert es dem Autor, dass der digitalafinen Generation womöglich neben dem Briefeschreiben noch ganz andere Kulturtechniken flöten gehen:

[…] How is it possible that the world’s most connected, most tech-savvy generation ever does not know how to mail a letter? What else don’t they know? […]

Vielleicht ist das der Lauf der Dinge und irgendwann gibt es keine Briefe mehr. Was meint ihr? Werden wir in Zukunft noch analoge Briefe schreiben?
Oder muss man die Frage Is letter writing a lost art, die in einem anderen Blog gestellt wird, mit Ja beantworten?

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