Gefunden bei Designboom. Buchskulpturen und Papierkunst gibt es viel. In der Schweiz findet sich eine Art Skulptur. Sie besteht aus zerknülltem Papier, das bewegt wird und dabei Knistergeräusch von Papier abgibt:

[…] 43 prepared dc-motors, 31.5kg packing paper‘ mobilizes a massive plane of crumpled brown sheets, installed on the ground at the orbital garden bern, switzerland. the motors situated beneath the crimped paper arrangements subtly animate the sweeping surface, shifting different segments at various intervals so that the entire expanse seems to be slowly inhaling and exhaling. steadily in motion, the field stirs with a rustling sound that is very much a part of the sculpture’s intention — patterns of noise and sequences of echoing audio materialize in the kinetic sphere. […]

Im verlinkten Artikel findet ihr viele Fotos und bei vimeo gibt es ein Video, das auch das Geräusch vermittelt. Sehr kontemplativ. Leider kann ich das Video aus unbekannten Gründen nicht einbetten.

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2011 stellte euch Angelika das Buch der Tagebücher vor. Leser Markus hat nun herausgefunden, dass es davon nur noch wenige Exemplare gibt, die exklusiv beim Piper Verlag bestellt werden können. Danke an Markus, der hier sehr aufmerksam war und bei seinen Recherchen an euch alle gedacht hat.

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Das Hamburger Abendblatt widmete am Wochenende eine ganze Seite dem Thema Tagebuch und verweist damit auf ein hochkarätig besetzte Veranstaltung im Literaturhaus, Liebes Tagebuch, heute war wieder so ein Tag…. Im Text dazu ein Absatz, den ich mit dem Verfasser Thomas Andre teile, den ich gern auch mit den Notizbuchbloglesern teile:

[…] „Im Tagebuch geht es nicht immer um Erhebliches, das über seinen Verfasser hinausweist. Es geht noch nicht einmal unbedingt um das, was die Wendepunkte eines Lebens berührt, denn diese sind eher selten. Es geht meistens um das, was vom Tage übrig blieb – und das auch oft bei den großen Geistern. Tagebücher haben eine Entlastungsfunktion, sie sorgen für Katharsis; in ihnen werden Dinge erledigt, einfach indem sie benannt werden. Unter den Vorzeichen der digitalen Wende haben sich auch die Voraussetzungen für das Tagebuchschreiben verändert. Das Tagebuch der Gegenwart ist unter Umständen öffentlich, manchmal sogar schon, während es entsteht: Als Blog oder auf Facebook. Letzteres berichtet in Jetztzeit aus den Leben seiner User, Ersteres ist seit Rainald Goetz („Abfall für alle“) und Wolfgang Herrndorf („Arbeit und Struktur“) eine nobilitierte Form von Literatur.“
[…]

Wer am 11. Februar abends noch nichts vorhat und in Hamburg lebt: wir sehen uns im Literaturhaus! EIN TAGEBUCH-ABEND.

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Dass regelmäßiges Schreiben klärend und entlastend wirken kann, wissen wir längst. Immerhin lässt sich therapeutisches Schreiben zurückverfolgen bis mindestens Aristoteles, der um die Katharsis und ihre heilende Wirkung des Wortes auf den Menschen wusste.

Jetzt aber finden australische Forscher heraus, dass sogar Postings auf Facebook den Usern dazu verhelfen, ihr eigenes Handeln zu reflektieren, es zu verstehen und an sich selbst zu arbeiten, siehe Artikel in der Computerwelt!

Mhm. Fällt mir gerade schwer, den therapeutischen Nutzen von Facebook zu schlucken, noch schwerer, das Posten von Selbstinszenierung mit dem Tagebuchschreiben zu vergleichen. 
Mit viel gutem Willen folge ich der These, dass Schreiben über sich und sein Leben grundsätzlich nützlich ist, nicht nur im analogen Tagebuch, dem digital diary sondern meinetwegen auch auf Facebook. Aber Selbsterkenntnis und Reflexion des eigenen Handelns???
Jetzt frage ich einfach mal in die Runde: liebe facebook-user und blog-Leser, arbeitet ihr an euch selbst, wenn ihr postet und geliked werdet? Gibt es einen Vorher-Nachher-Effekt in Eurer Persönlichkeitsentwicklung? Sollte, wer zehn Jahre lang keine Neigung verspürt hat, bei Facebook mitzumischen, doch noch schwach werden? Wegen des therapeutischen Nutzens?

Über Erfahrungen und Kommentare zum Thema freue ich mich und like schon mal prophylaktisch jeden Beitrag!
Übrigens propagiert Stephan Porombka in seinem Buch „Schreiben unter Strom (Werbelink). Experimentieren mit Twitter, Blogs, Facebook & Co“, Duden Verlag, 2011, den etwas anderen Umgang mit den Sozialen Medien. Er ruft auf zu „künstlerischen Zweckentfremdung“, was unter Umständen vielleicht auch einen therapeutischen Nutzen bietet…

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Susanne Bauer studiert Kommunikationsdesign an der Akademie Faber-Castell in Nürnberg und hat sich Anfang 2013 mit einer kleinen Unternehmung selbständig gemacht, über die sie handgemachte Notizbücher herstellt und verkauft: papragout. Ihre Fertigkeiten hat sie bei einem Praktikum in einer Buchbinderei in Nürnberg und bei einem Studienprojekt erarbeitet.
Anfang Dezember 2013 meldete sie sich bei mir und stellte mir ihre Idee und Arbeiten vor. Sie hat mir auch ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt:

[…] das Notizbuch Feingeist, […] dieses Notizbuch erinnert daran, dass man sich im schnelllebigen Alltag Ruhe und Zeit für sich selbst nehmen soll, wie es einem der Biber auf der beigelegten Postkarte von Papragout vormacht […] Jedes Notizbuch, hat neben seinen eigenen „Buchpaten“, auch eine eigene Farbe und Haptik.
Die Kombination aus verarbeitetem Recyclingpapier und hochwertigen Feinstpapieren ist dabei Grundsatz von Papragout und gleichzeitig Namensgeber. Es ist quasi ein gutes Gericht aus altem und neuem welches mit den eigenen Gedanken verfeinert und gewürzt wird ;) […] So setzt Papragout auf die traditionelle Fadenheftung. Das Hardcover schützt den Inhalt des Buches und die abgerundeten Ecken geben ihm den letzten Schliff.[…] Chlorfreies, säurefreies und recyceltes Papier wird Stich für Stich verbunden und mit FSC-zertifiziertem Feinstpapier bekleidet. […]

Das kleine Päckchen war sehr liebevoll verpackt und zudem war eine Karte mit einem Biber beigelegt. Da gibt es noch andere Postkarten, die den Büchern beilegen. Damit sind die „Buchpaten“ gemeint, die ich oben im Zitat erwähnt habe.
Das kleine Notizbuch hat etwa die Größe A6 (etwas höher und schmaler). Der Einband ist dunkelbraun und hat eine Maserung wie ein Stück Holz, die auch mit den Fingern spürbar ist. Es ist sehr sauber verarbeitet und genäht, wirklich eine Augenweide. Das Buch ist sehr schmal und hat runde Ecken. Es gibt keinen sonstigen Merkmale wie Lesezeichen, Seitenzahlen oder Froschtasche. Das verwendete Material und speziell das Papier sind vom Feinsten:

[…] Feinstpapiere um 300g/m2 FSC-zertifiziert, chlorfrei Gmund, Munken Print cream – 115g/m2 FSC-zertifiziert, säurefrei Munken, 100% Altpapier – 110g/m2 Boesner […]

Es ist ein minimalistisches Buch, das nach feinen Gedanken fragt und nicht nach wilden Zeiten. Es ist einem wirklich sympathisch. papragout findet ihr auch bei Facebook. Der Webshop geht wohl im März online, bis dahin könnt ihr über Facebook oder per Mail an info@papragout.de bestellen. Tolle Fotos und weitere Infos findet ihr im verlinkten PDF

Gerne möchte ich das tolle Buch an euch weitergeben:

  • Die Verlosung startet 03. Februar 2014 und endet am 06. Februar 2014 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet)
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


© mit freundlicher Genehmigung, papragout

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Ohne Worte. Gefunden bei Twitter @HerzensPuzzle

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Kurze Meldung in eigener Sache: bei Facebook findet ihr auf der Facebook Seite der conceptum Bücher ein paar Fotos von meinem Besuch am Sigel Stand.

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Ich selbst bin eher eine Wörter- als eine Bilderfrau. Selten finden Skizzen den Weg in mein Tagebuch. Sehr zu meinem Bedauern, aber ich fühle mich am wohlsten, wenn ich Wörter und Sätze finde, die beschreibend, erklärend, verklärend, verstörend … usw. mein gelebtes (manchmal auch zu lebendes) Leben zu Papier bringen. Zu meinen Zeichnungen habe ich ein eher distanziertes Verhältnis, weil krikelkrakel …

Ganz anders Matthias Bogdan. Der Künstler aus Fürstenwalde begann am 1. Januar 2013 damit, jeden Tag eine Zeichnung, ein Bild zu produzieren: auf 10 x 10 cm, jeden Tag das, was ihn beschäftigte, was ihm widerfuhr. Die typischen Tagebucheinträge. Nur eben als Zeichnung, nicht als Text. Jetzt hängen die 365 Tage des vergangenen Jahres in der Dom Galerie von Fürstenwalde, zu sehen noch bis 28. Februar. Teilweise sind die Bilder sehr persönlich – sonst wäre es kein Tagebuch –, aber er vertraut auf den Respekt der Besucher und letztlich weiß nur er, was hinter jedem Bild verborgen ist. Jeden einzelnen Tag des Jahres 2013 wird er dank seiner konsequenten Zeichenfreude erinnern können, jeden guten und jeden schlimmen Tag.

Das neue Jahr ist nicht mehr taufrisch, aber auch jetzt kann man noch einsteigen und regelmäßig einen Moment innehalten, um in Wort oder Bild auszudrücken, was diesen Tag von anderen Tagen unterscheidet.

Das passende Video findet ihr hier.

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Trotz meiner aktuell knapp bemessenen Zeit habe ich mir einen Tag Auszeit genommen und bin auf Anraten vieler Leute doch zur paperworld gefahren. Nicht nur, um mich mit den vielen Leuten zu treffen, die ich persönlich oder per Mail kennen, sondern auch, um meinen Vortrag auf dem paperworld Forum zu halten. Fotos dazu wurden getwittert: hier und hier. Ich habe mich über die Besucher sehr gefreut, auch wenn ich mir natürlich noch mehr Leute gewünscht hätte. Mir ist mal wieder klar geworden, wie erfolgreich das Blog dank euch Lesern geworden ist, und möchte den Applaus für den Vortrag auf diesem Wege virtuell an euch weitergeben. Danke!
Ein Wort zu den Vortragsfolien: Der Vortrag ist eine Webseite und ich habe ihn mit einer Bibliothek namens reveal.js direkt in HTML „programmiert“. Ein Wort zur Steuerung: ihr könnt die Pfeiltasten zum Navigieren verwenden. Wenn ihr ESC drückt gibt es eine Folienübersicht. Wie ihr sehen werdet, kann man im Vortrag links/rechts und manchmal auch oben/unten navigieren! Die Optionen dazu werden bei einer Folie jeweils rechts unten in der Ecke angezeigt. Viel Spaß damit!.

Ich hatte dieses Mal trotz eines ganzen Tages Aufenthalt keine Sekunde Zeit, mir Hersteller und neue Produkte anzuschauen. Ich habe den ganzen Tag mit Notizbuchmenschen geredet, v.a. bei Sigel, X17 und nuuna / brandbook . Außerdem habe ich @subcess persönlich kennengelernt, der für X17 und X47 bloggt.

Das wichtigste Gespräch hatte ich am Nachmittag, wo ich mich mit dem zukünftigen neuen Co-Autor des Notizbuchblogs ausgetauscht habe. Ich werde ihn in den kommenden Tagen vorstellen und er schreibt bereits an Artikeln. Ihr dürft euch freuen, denn dieses Mal wird das Notizbuchblog von einem Profiblogger bereichert. Ihr könnt gespannt sein.

Wann ich selbst wieder starte, weiß ich noch nicht. Aber so langsam ist Land in Sicht.

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Auch und gerade im Neuen Jahr, dem Jahr des Pferdes, das laut Chinesischem Horoskop, ein Jahr der Ruhelosigkeit und Bewegung ist, sind Tagebücher ein bewährtes Mittel, sich zu zentrieren und das Karussell ein paar Seiten lang anzuhalten.
Das Schreiben über sich und das Leben hat Tradition. Ein schönes Zitat des Philosophen Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799 ist mir kürzlich vor die Füße gefallen, und ich möchte es gern mit Euch teilen. Lichtenberg, der seine Gedankensplitter in ein Tagebuch – nicht zu vergleichen mit dem BILD-Tagebuch einer Sylvie Meis … –, ein sogenanntes Sudelbuch, notiert hat. Da er Philosoph und Naturwissenschaftler war (und kein Model oder Moderator), sind seine Sudelbücher eine Ansammlung von Reflexionen über sämtliche Wissensgebiete, geprägt von kritischer und ironischer Grundhaltung; auch eine Art, Tagebuch zu führen!

»Man soll alle Menschen gewöhnen von Kindheit an in GROSSE Bücher zu schreiben, alle ihre Exercitia, in hartes Schweinsleder gebunden. Da sich kein Gesetz daraus machen läßt, so muß man Eltern darum bitten, wenigstens mit Kindern, die zum Studiren bestimmt sind. Wenn man jetzt Newtons Schreibbücher hätte! Wenn ich einen Sohn hätte, so müßte er gar kein Papier unter Händen bekommen, als eingebundenes, … besudelte er es, so würde ich mit väterlicher Dinte dabey schreiben: dieses hat mein Sohn anno * den *ten besudelt … Der Rand müste gebrochen werden, und auf einer Seite immer die Umstände und zwar sehr unpartheyisch geschrieben werden. Was für ein Vergnügen würde es mir seyn jetzt meine Schreibbücher alle zu übersehen! Seine eigne Naturgeschichte! Man sieht jetzt immer was man ist und sehr schwach was man war.«

(Georg Christoph Lichtenberg, Die Aphorismen-Bücher. Hrsg. v. Albert Leitzmann. Frankfurt: Haffmans bei Zweitausendeins 2005)

In diesem Sinne wünsche ich allen ein bewegtes 2014 und viel Spaß beim Sudeln der eigenen Naturgeschichte in ledergebundene Bücher oder auf loser Blattsammlung oder in bestickte Hefte oder, oder, oder…!

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