Archiv für die Kategorie »Tagebuch «

Schon letztes Jahr las ich über Moodnotes for iOS is a journaling app that could replace your therapist. Ich habe die App nie installiert, da ich mich nicht mit der Idee anfreunden kann, dass eine App Tipps zu meiner Stimmung gibt. Irgendwie erinnert mich das an das Buch „Zero“ von Marc Elsberg …

Will man wirklich sofort immer einen Optimierungstipp, wenn man mal was niederschreibt?

Die App wirbt mit ihren fundierten Machern: Moodnotes – Thought Journal / Mood Diary:

[…] A collaborative effort between Thriveport’s clinical psychologist founders (creators of the highly-acclaimed MoodKit app) and ustwo studio (creators of the award-winning game Monument Valley), Moodnotes is grounded in the scientifically-supported content of cognitive behavior therapy (CBT) and positive psychology. […]

Mag sein, dass einen die App motiviert und zu „positiverem Denken“ bringt, aber ich bleibe lieber bei Papier und einem Gespräch unter Freunden. Wie seht ihr das? Würdet ihr die App ausprobieren oder habt sogar schon Erfahrungen damit gesammelt?

moodnotes

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Kategorie: Tagebuch  Tags: , ,  4 Kommentare

Mein Kollege Olaf schickte mir den Link auf Lernen mit Tagebuch, in dem ein Software-Entwickler beschreibt, wie er u.a. mit Unterstützung eines analogen Tagebuchs lernt, sich neue Techniken und Regeln bei der Software-Entwicklung anzueignen.

[…] Als erste Hilfestellung unser Tip:Dokumentieren Sie Ihren Lernfortschritt in einem Lerntagebuch. Ein Lerntagebuch soll das Lernen greifbarer machen und fokussieren. Greifbarer wird es, weil Sie beim Lernen damit eine Spur hinterlassen. Ob das Lernen darin besteht, dass Sie etwas lesen oder mit Kollegen eine Aufgabe diskutieren oder einen Entwurf machen oder etwas codieren… Egal, wie flüchtig Ihre Lernprodukte sind, im Lerntagebuch findet all das Niederschlag. Ein Lerntagebuch ist für Sie ein – womöglich papierernes – Dokument, das Ihnen oder auch anderen zeigt, dass und wie sie beim Lernen vorankommen. […]

Ich kann mir vorstellen, dass man ein Lerntagebuch auch gut bei anderen Dingen einsetzen kann. Ich hatte mal eines, als ich eine Sprache gelernt habe – Chinesisch. Neben Notizen zu Vokabeln und Hinweisen zu Büchern fanden sich darin auch Schreibübungen für die vielen Zeichen. Leider habe ich mittlerweile alles wieder verlernt – aber das alte Tagebuch habe ich noch.

Habt ihr schon mal ein Lerntagebuch ausprobiert?

lerntagebuch

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Kategorie: Tagebuch  Tags: ,  4 Kommentare

Bei design milk fand ich den Link auf den PERPETUAL DISAPPOINTMENTS DIARY. Er lehrt den Fokus auf Probleme und Enttäuschungen zu legen. Sehr ernst, aber nicht ernst gemeint. So kann man die Woche einfach mit einem demotivierenden Sprichwort starten:

[…] Ground yourself with a weekly demotivational proverb („If ignorance is bliss, why are you so sad?“, „Crappe diem“) and reminders of Notable Deaths. […]

Er lehrt auch bei der eigenen Stärken-Schwächen Analyse den Fokus auf die Schwächen und Gefahren zu legen:

[…] Evaluate your future with Personal SWOT Analysis (with extended space for weaknesses and threats) […]

Auch die nicht existente Kommunikation spielt eine Rolle:

[…] An address book section includes space for People Who Never Call, Imaginary Friends and Imaginary Enemies. A notes section includes Ideas You’ll Never Follow Up and Notes Toward A Tweet Everyone Will Ignore. […]

Alles in allem hört sich das sehr lustig an und laut der vielen Pressezitate scheint das Tagebuch gut anzukommen. Das Tagebuch ist nicht an ein Jahr gebunden.

disappointment

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Kategorie: Tagebuch  Tags:  3 Kommentare

Die Verlosung der „Schreib an dich“ Buchpakete stieß auf sehr große Resonanz. Ganze 84 Kommentare! Das werte ich mal als großes Lob an Angelika und als Zeichen des großen Interesses am Thema Tagebuch. Leider konnten nur zwei Teilnehmer gewinnen und das waren dieses Mal Judith und Mechthild. Glückwunsch!

Ich habe aktuell keine Rezensionsexemplare mehr in der Pipeline. Vielleicht habe ich einen sehr großen Wandkalender von Hahnemühle, den ich noch verlosen möchte, da ich dafür leider keinen Platz gefunden habe. Mal schauen, ob ich euch den noch vorstelle.

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Kategorie: Buch, Tagebuch  Tags: ,  2 Kommentare

Nach dem positiven Feedback im Blog auf Tagebuch-spezifische Themen und auf das Buch „Schreib an dich“ der ehemaligen Notizbuchblog-Co-Autorin Angelika hat mir der Pattloch Verlag zwei Ausgaben für euch zur Verfügung gestellt. Ihr lernt darin 26 Arten kennen, ein Notizbuch zu führen. Und das besondere der Ausgabe: neben dem eigentlich Buch findet sich im Doppelumschlag auch ein Notizbuch, um eure favorisierten Anregungen gleich in die Tat umzusetzen.

Zum Jahresanfang also gleich ein guter Start mit einer anregenden Lektüre zum Füllen eurer vielen Notizbücher.

  • Die Verlosung startet 11. Januar 2016 und endet am 14. Januar 2016 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet)
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Viel Erfolg!

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An Angelika als ehemalige Co-Autorin des Notizbuchblogs könnt ihr euch sicher noch erinnern – v.a. die Fans des „Tagebuchdienstags“. Schon vor einiger Zeit hat sie ihr Buch „Schreib an dich“ bei X17 veröffentlicht. Nun wurde es im Pattloch Verlag in einer besonderen Ausgabe neu aufgelegt.

Angelika beschrieb mir das Buch so:

[…] „Schreib an Dich!“ ist die freundliche aber bestimmte Aufforderung, den Stift in die Hand zu nehmen und sich mit einer Tasse Tee zurückzuziehen. Vielleicht einen der 26 Impulstexte zu lesen und dann loszulegen. Ohne Punkt und Komma, ohne dem inneren Zensor eine Chance zu geben. Sondern: das beiliegende Heft mit den Worten zu füllen, die aus dem Hirn in die Hand und von dort über den Stift aufs Papier purzeln. Manchmal fließen sie, manchmal stolpern sie. Aber ein Anfang ist gemacht. Ob banal, entlastend, unmoralisch oder verspielt – die Hefte füllen sich mit dem, was dein Leben ausmacht und bewegt.

Das Buch gab es vor 2 Jahren schon unter dem Namen „Neuerdings schreibe ich an mich selbst“, verlegt von www.x17.de. Seit August ist es nun im Buchhandel erhältlich! Veröffentlicht beim Pattloch-Verlag und von diesem auch liebevoll gestaltet. […]

Das „Buch“, das man in der Hand hält, ist nur die Hülle für zwei Bücher im Innern: das eigentliche Buch „Schreib an dich“, sowie ein Notizbuch, damit man das Gelesene gleich umsetzen kann. Sehr schöne gestaltet und aufbereitet. Zur Textqualität muss ich wohl nix sagen: ihr kennt die tollen Texte aus dem Notizbuchblog oder aus Magazinen wie der „emotion“, in der sie auch schon veröffentlicht hat.

Wer von euch also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht oder sich selbst für das Tagebuchschreiben inspirieren lassen möchte, der sollte sich Schreib an dich!: 26 Arten, ein Tagebuch zu führen – Geschenk-Set mit zwei Büchern anschauen.

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In What I learned from keeping a gratitude journal for a month berichtet die Autorin über ihre Erfahrungen, täglich ein Tagebuch darüber zu führen, wofür sie dankbar ist. Sie versuchte jeden Tag einen neuen Aspekt zu finden:

[…] I committed to writing down three things each day that I was thankful for. I also chose to focus on specific and different things each day. […]

Und die Dinge, für die Sie sowieso dankbar ist, ließ sie aus:

[…] I am always thankful for my family, but writing that down day after day would likely feel rote. […]

Wenn man über vergangene Dinge schreibt – und davon handelt ein Tagebuch ja oft – dann hilft das nur begrenzt beim Blick in die Zukunft. Die Autorin dreht den Spieß aber für sich selbst um und sieht auch die Zukunft in anderem Licht:

[…] while keeping a gratitude journal seems like a retrospective exercise („These wonderful things happened today“), one of the biggest benefits comes from being prospective („Here are wonderful things I will make happen—and then be grateful for“) […]

Eine schöne Anregung für einen nasskalten Tag wie heute.

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Nächtliche Grübler sollten Tagebuch führen heißt ein Artikel, der neulich bei rp online erschien.

„Denk ich an Arbeit in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ (frei nach Heinrich Heine). Das hört sich nicht gesund an. Mein Gegenvorschlag: Wer nachts wach liegt und über die Arbeit nachdenkt, sollte tagsüber – während der Arbeit – seine Gedanken dazu aufschreiben, sollte diese Gedanken mit dem Team, den Verantwortlichen, dem Partner oder der Partnerin diskutieren. Vor allem Gedanken darüber, wie am schnellsten und effektivsten für Entlastung zu sorgen ist. Die Nacht ist tabu für die Arbeit! Aufgehobene Gedanken hin oder her. Wenn schon Gedanken aufschreiben in der Nacht, was ich grundsätzlich auch für schlaffördernd halte, dann lieber Gedanken über ein Leben neben der Arbeit, über das, was wichtig ist im Leben und wie z.B. mehr Freude in den nächsten Tag zu packen wäre.

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Seit August 2014 gibt es von mir keine Beiträge mehr. Warum? Ist schon alles gesagt zum Tagebuchschreiben? Rhetorische Frage, natürlich nicht! Aber mein Fokus hat sich verändert. Und wohin hat er sich verschoben? Seit August arbeite ich in einer onkologischen Rehaklinik als Psychologin. Ich begleite für jeweils 3-4 Wochen – also während der Rehabilitationsmaßnahme – Menschen, die durch eine Krebserkrankung mit ihrer eigenen Verletzlichkeit konfrontiert wurden. Viele von ihnen haben körperlich und seelisch schwere Zeiten hinter sich. Niemand geht nach einer Tumorerkrankung mir nix, dir nix zur Tagesordnung über. Auch wenn sich die Art der Krankheitsbewältigung von Person zu Person unterscheidet, tauchen in der Zeit der Regeneration Fragen auf, die weit über die Fragen nach Krankheit und Gesundheit hinausgehen. Oft stehen die großen Lebensfragen zur Disposition: Liebe, Familie, Arbeit, Freundschaften, Interessen, Ziele, Pläne. Was vor der Krankheit unhinterfragt für gut oder wenigstens halbwegs akzeptabel gehalten wurde, passt oft nicht mehr. Vor allem das Verhältnis zu sich selbst steht auf dem Prüfstand: wie gut sorge ich für mich? Wie deutlich respektiere ich meine Grenzen? Gehe ich überhaupt respektvoll mit mir um?

Auch eine rhetorische Frage. Die wenigsten Menschen haben einen liebevollen Umgang mit sich gelernt: sich selbst ermutigen, sich Anerkennung zollen, sich etwas zutrauen, sich entlasten, sich ernst nehmen, sich Zeit gönnen für sich selber, andere nur so viel lieben wie sich selbst? Meistens Fehlanzeige. Und jetzt führt kein Weg mehr daran vorbei. Wendepunkt und Neubeginn. Weiter wie bisher funktioniert nicht mehr. Das Leben nach einer Krebserkrankung muss neu justiert werden.

Genau dahin hat sich mein Fokus verschoben. Mich interessieren zunehmend die Möglichkeiten des Schreibens in dem Kontext von Neuorientierung und von therapeutischem Nutzen. Wie kann ein Tagebuch diesen Prozess unterstützen? Tja, und damit sind die Grenzen des Notizbuchblogs eindeutig erreicht. Wer von Euch möchte hier immer nur über Resilienz, Salutogenese, Ressourcenorientierung, Selbstwirksamkeit, Kohärenzsinn, Achtsamkeit usw. lesen?

Na also.

Sollten mir zwischendurch andere, vergnüglichere Themen vor die Füße fallen, will ich gern ab und an als Gast vorbeischauen, aber vom Tagebuchdienstag verabschiede ich mich an dieser Stelle und wünsche Euch allen ein wunderbares 2015! Schreibt an Euch, was das Zeug hält! Füllt die Notiz- und Tagebücher mit Gedanken, Gefühlen, Gedichten, Geschichten – und einem gelegentlichen Liebesbrief an Euch selbst J!

Angelika

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Leser Gerd schickt mir den Link zu Schreiben gegen den Frust, in dem Tipps genannt werden, wie man schreibend mit Ärger umgeht:

[…] Wenn Sie ein Problem stark beschäftigt und sie weder ein noch aus wissen: Bringen Sie Ihre Sorgen zu Papier! Der Vorteil gegenüber dem Reden: Sie können Ihren Gedanken ungefiltert freien Lauf lassen und müssen nicht darüber nachdenken, was Ihr Gegenüber von Ihnen hält. Psychologen nennen die Methode „expressives Schreiben“: […]

In der Rubrik Tagebuch habt ihr schon viele ähnliche Tipps bekommen, aber praktische Tipps werden immer wieder gern gelesen – quasi als Auffrischung.

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