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In Does reading fiction make us nicer? las ich von Studien, nach denen das Lesen von Belletristik uns freundlicher werden lässt:

[…] Reading fiction increased state empathy while controlling for trait empathy. – Reading fiction increased prosocial behavior and perceptual bias toward fearful expressions. […]

Ich frage mich, ob das auch für das Schreiben gilt, oder ob regelmäßiges Schreiben einen anderen Einfluss auf das Verhalten des Schreibenden hat. Beim Schreiben – v.a. beim Tagebuchschreiben – reflektiert der Schreiber oft sein eigenes Tun. Er sieht sich dann aus einem anderen Blickwinkel und durch das Schreiben wird er gezwungen, einen mentalen Perspektivwechsel durchzuführen. Damit sieht man die Dinge ja oft in einem anderen Licht. Womöglich sind es aber nur genau die Leute, die vielschreiben, die auch viel über sich nachdenken. Was meint ihr? Wenn ihr regelmäßig Tagebuch schreibt, oder Gedichte verfasst oder anderweitig häufig privat schreibt, verändert das auch euer Denken und Handeln? Euch oder anderen gegenüber? Bin gespannt auf eure Kommentare.

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In den „Opinion Pages“ in der New York Times erschien dieser Tage der Artikel Long Live Paper. Der Autor schreibt im Artikel gegen die Technikfanatiker an, die jede etablierte Technologie durch eine neue ersetzen wollen, sobald sie den kleinsten Vorteil erkennen.

[…] In other words, we shouldn’t jump at a new technology simply because it has advantages; only time and study will reveal its disadvantages and show the value of what we’ve left behind. Which brings us back to paper. With strength and durability that could last thousands of years, paper can preserve information without the troubles we find when our most cherished knowledge is stuck on an unreadable floppy disk or lost deep in the “cloud.” […]

Er plädiert dafür, die Technologie „Papier“ und die analoge Welt nicht radikal zu digitalisieren. Er erkennt die Vorteile der Technik an, weist aber darauf hin, dass wir erst mit der Zeit sehen, welche Vor- und v.a. Nachteile neue Technologien wirklich haben. Bis zu dieser Erkenntnis sollten wir das Papier lieber leben lassen und wertschätzen. Als Analogie nutzt er Straßenbahnen: die wurden lange Zeit zurückgebaut und man setzte auf das moderne individualistische Auto. Heute baut man die Straßenbahnen in seinem Umfeld wieder auf und sehnt sich in „alte Zeiten“ zurück. Er möchte nicht, dass das auch mit Büchern passiert:

[…] The digitization of information offers important benefits, including instant transmission, easy searchability and broad distribution. But before we shred the last of the paper textbooks, let us pause and remember those old streetcars, and how great it would be if we still had them around. [..]

Etwas kulturpessimistisch, aber sehr lesenswert und bedenkenswert.


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Die TED Vorträge kennt ihr sicher, oder? Wenn nein, dann müsst ihr euch diese Seite anschauen! Ich finde sie immer wieder inspirierend. Ein Beitrag aus dem Jahr 2007 heißt Lakshmi Pratury on letter-writing. Darin erzählt Lakshmi Pratury, warum sie Briefe und handschriftliche Notizen mag: weil damit etwas Physisches von ihr nach ihrem Tode bleibt. Hier das 4-Minuten-Video:

[…] Maybe we all need to leave our children with a value legacy, and not a financial one. A value for things with a personal touch — an autographed book, a soul-searching letter. […]

Link zum Video hier.

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Bei notebookstories fand ich den Link auf den Artikel In Defense of the Power of Paper in der New York Times. Darin werden verschiedene namhafte Experten wie etwa David Allen (ihr erinnert euch, GTD …) zitiert, die die Überlegenheit von Papier gegenüber dem Digitalen benennen:

[…] Paper, says the productivity expert David Allen, is “in your face.” Its physical presence can be a goad to completing tasks, whereas computer files can easily be hidden and thus forgotten, he said. […]

Einen Punkt, an den ich bisher noch nie gedacht habe, ist die Überlegung, dass die physische Position einer Information in einem Buch die Information selbst besser in einen Kontext einbettet:

[…] Reading a long document on paper rather than on a computer screen helps people “better understand the geography of the argument contained within,” said Richard H. R. Harper, a principal researcher for Microsoft in Cambridge, England, and co-author with Abigail J. Sellen of “The Myth of the Paperless Office”, published in 2001. […]

Und einer der Klassiker: eine Studie, die zum Ergebnis hat, dass man sich analoge Informationen besser merkt als digitale:

[…] A study released in 1997 showed that people’s comprehension is superior when they read texts on paper as opposed to online, Mr. Harper said. […]

Sehr schöner Artikel. Lesenswert.

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Ein klassisches Tagebuch kann sich jeder vorstellen. Ein Lektüretagebuch dagegen ist schon schwieriger vorzustellen. Dabei geht es darum, dass man sich regelmäßig nach der Lektüre von Texten aller Art – v.a. Büchern – kurze Notizen zum Gelesenen macht. Diese Vorgehensweise hilft dabei, sich später wesentlich besser an das Gelesene zu erinnern. Das hat auch wieder eine Studie bestätigt, die ich bei bakadesuyo gelesen habe: What’s the best way to learn from a book?:

[…] Research shows that people who (wrote a summary) remember 50 percent more material over the long term than people who follow (repeatedly read). […] closing the book and writing a summary forces you to figure out the key points (one set of reaches), process and organize those ideas so they make sense (more reaches), and write them on the page (still more reaches, along with repetition) […]

Dieser Tipp stammt aus dem Buch The Little Book of Talent: 52 Tips for Improving Your Skills (Werbelink), das es bei amazon für 14 EUR zu kaufen gibt. Also schnappt euch euer Notizbuch und notiert euch ein paar Gedanken zu diesem Artikel. Und zu allen anderen, die ihr sicher im Blog lest …

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Im Newsletter von Die Zeitungen fand sich der interessante Link auf den Artikel Papier schlägt Bildschirm. Darin wird von einer Studie von Werbeforschern (sv-institut.de) berichtet, in dem die Merkfähgkeit von Menschen bzgl. gedruckter und digitaler Werbung verglichen wurde:

[…] Im Rahmen der Untersuchung sollten Probanden 100 bekannte und unbekannte Logo-/Claim-Kombinationen „lernen“, davon 50 auf Papier und 50 am Bildschirm. Im Anschluss überprüften die Forscher den Lernerfolg mit einer Befragung im Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT). […] Printmedium eine intensivere Lernleistung auslöst […] bei der Erinnerung an auf Papier präsentierten Logos Gehirnareale aktiviert werden, die beim Ertasten und Anfassen eine Rolle spielen. Dies unterstützt die Gedächtnisleistung. […]

Die Haptik scheint also tatsächlich ähnlich wie beim Schreiben von Hand die Lernleistung zu unterstützen, weil mehr Hirnareale aktiviert und somit die Informationen „sicherer“ gespeichert werden. Das ist natürlich nun eine Lobbygruppe (Zeitungen), die die Studie zitiert, die Ergebnisse sind aber dennoch interessant. Weitere Details zur Studie könnt ihr unter „Papier schlägt Bildschirm – Whitepaper | 2012“ (http://www.sv-institut.de/studien-publikationen/svi-whitepaper/papier-schlaegt-bildschirm.html, Hinweis: musste den Link auf Wunsch SV Institut entfernen) kostenlos herunterladen. Allerdings ist eine umfangreiche Registrierung notwendig.


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Meine treue Leserin und Linktippsenderin @filomaniac machte ich auf den Artikel Sich die Welt erschreiben im Blog von brandbook aufmerksam. Der Artikel ist ein Gastbeitrag von Miriam Meckel (kennt ihr als Autorin von Das Glück der Unerreichbarkeit: Wege aus der Kommunikationsfalle (Werbelink)), die darin eine Hymne auf die Handschrift schreibt:

[…] Was also macht dieses Schreiben mit uns? Wenn ich einen Stift zur Hand nehme und zu schreiben beginne, lote ich meine Gedanken förmlich in allen drei Dimensionen des Raumes aus. Ich kann die Buchstaben nach oben oder unten in die Länge ziehen, die Schrift nach rechts oder links kippen lassen oder auch fest aufdrücken, bis das Papier reißt, um einem einzelnen Wort materiell Nachdruck zu verleihen. […]

Ein großartiger Artikel und ein absoluter Lesetipp! Danach werdet ihr eure handschriftlichen Notizbucheinträge am Wochenende doppelt so gerne machen.

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Kritzeln ist ein beliebtes Thema im Notizbuchblog. Unlängst berichtete ich von einer Studie, in der man glaubt festgestellt zu haben, dass Kritzeln aufmerksamer macht. Im berühmten SmashingMagazine erschien nun vor einigem Tagen der Artikel “I Draw Pictures All Day”, in dem erläutert wird, warum Kritzeln (to doodle) wichtig ist:

[…] Doodling, drawing and even making diagrams helps us not only engage with the material, but also identify the underlying structure of the argument, while also connecting concepts in a tactile and visual way. […] doodling is a multisensory activity. […]

Und letzten Endes wird festgestellt, dass Kritzeln nicht Ausdruck eines Künstlers, sondern Ausdruck eines Denkers ist:

[…] “Sketchbooks are not about being a good artist. They’re about being a good thinker.” […]

Und nun mal ganz ehrlich: wer von euch möchte auf einem digitalen Gerät kritzeln? Dann doch lieber ein Notizbuch, gerne auch ein sehr kleines, um Gedanken festzuhalten und – zu kritzeln. Vielleicht muss ich irgendwann Notizbuchregel 11 umformulieren, von „Kritzeln ist erlaubt“ zu „Kritzeln ist erwünscht“.

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Bei imgriff.com las ich vor ein paar Tagen den Artikel Das papierlose Büro: Weshalb es ein Mythos bleibt. Im Artikel wird unter anderen das Buch The Myth of the Paperless Office (Werbelink) erwähnt, in dem die Autoren über den Mythos des papierlosen Büros schreiben. Bei imgriff.com schreibt die Autorin:

[…] Sie stellten sich Fragen wie: Warum zerknüllen wir Papier? Wieso kritzeln oder malen wir bei Sitzungen unsere Unterlagen voll? Und fanden beispielsweise heraus, kritzeln fördert die Konzentration. Computer hingegen lenken ab. […] Kritzeln, zerknüllen, malen, schreiben, zerreissen, shreddern – mit anderen Worten, wir leben unsere Kreativität auf Papier aus, wir illustrieren, zeigen, beschreiben. […]

In den Kommentaren wird auch ein Link auf einen Artikel im The Economist erwähnt: The paperless office – In praise of clutter. Darin werden einige interessante Gedanken zum Papier im Büro genannt:

[…] Knowledge workers use information to change themselves. So, for instance, knowledge workers take notes not in order to store information, but because the process of note-taking helps them to learn […] People spread stuff over their desks not because they are too lazy to file it, but because the paper serves as a physical representation of what is going on in their heads—“a temporary holding pattern for ideas and inputs which they cannot yet categorise or even decide how they might use” […]

Komischerweise liegt in meinem Büro fast kein Papier rum. Mein Schreibtisch ist fast leer. Auf der großen freien Fläche liegen aber ein Notizbuch und ein Füller. Ist euer Büro papierlos?

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In der Huffington Post las ich eben den Artikel Doctor Note-Taking Style Could Affect Patient Care: Study. Darin geht es um eine Studie, die zu belegen scheint, dass Ärzte, die sich Notizen machen, effektiver in der Behandlung sind:

[…] Research published in the Journal of the American Medical Informatics Association shows that doctors who take patient notes by dictating them give lower quality of care to their patients, compared with doctors who take notes via „structured documentation.“ […]

Im Abstract der Studie wird präzisiert, dass es bei den Notizen um elektronische Notizen geht:

[…] Physicians who more intensively interact with electronic health records (EHRs) through their documentation style may pay greater attention to coded fields and clinical decision support and thus may deliver higher quality care. […]

Nichtsdestotrotz ist die Studie wieder ein Beleg dafür, dass Notizen beim Selbststrukturieren helfen, v.a. wenn die Notizen selbst strukturiert erfasst werden.

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